1. Ich will nur sie 4


    Datum: 30.12.2018, Kategorien: Reif

    ... sie plötzlich und sah sehr gespannt aus. Doris sah ihn verwirrt an.
    
    „Nein. Meine erste Liebe war Olli. Meine Omi hat immer erzählt, dass ich im zarten Alter von zwei Jahren, nur ihn auf meine Decke gelassen habe, auf der ich im Garten immer gespielt habe. Wir wohnten damals in einem Mehrfamilienhaus.“
    
    Der Psychologe lachte schallend. Doris war immer wieder für eine Überraschung gut.
    
    „Warst du oft verliebt?“
    
    „Na ja, nicht wirklich, aber wenn, dann so richtig!“
    
    „Damals, in der Schule, als Sven, Kai und ich dich mit unseren Augen geärgert haben, warum konntest du uns nicht in die Augen sehen? Jetzt will ich aber die Wahrheit wissen!“
    
    „Ich habe euch alle drei sehr gemocht und bewundert. Dich am meisten, aber das weißt du ja schon“, sie lächelte verlegen.
    
    „Ich möchte dir gegenüber auch so offen sein: Ich habe dich auch bewundert, wie einen Stern! Du hast geglänzt, tust es heute noch und ich habe dich gerne angeschaut. Deine Ausstrahlung, sie ist, wie soll ich es sagen? Unheimlich anziehend. Du strahlst Kraft aus und Geborgenheit. Wenn ...
    ... man bei dir landet, fühlt man sich frei, wie ein Vogel, leicht und entspannt. Dir kann man alles anvertrauen und man weiß, dass du niemals lachen würdest. Du nimmst jeden ernst, gibst jedem, was er braucht und das ohne jegliche Gegenleistung. Einfach so“, nun konnte auch er ihr nicht in die Augen sehen.
    
    „Ja, ich weiß und ich kann noch sehr viel mehr, wenn ich wollte“, Doris sah nun auch zur Seite.
    
    „Was zum Beispiel“, nun war der Psychologe neugierig.
    
    „Ich könnte dich, alles schlechte in deinem Leben, vergessen lassen“, sie sagte es ganz leise.
    
    „Das glaub ich dir aufs Wort. Ich habe eine Menge gelernt, in den letzten Tagen und Wochen. Wie machst du das?“
    
    „Wenn ich es sage, lachst du dann auch nicht?“
    
    „Niemals, ich schwöre“, er leckte Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger an und hielt sie in die Höhe. Sie beide lachten herzlich darüber. Sie kamen am Teich an, den sie umrunden wollten.
    
    „Ich nehme das Schlechte und gebe das Gute!“
    
    „Und wie geht das?“
    
    „Mit dem Glauben!“
    
    „Das ist alles?“
    
    „Jepp, mehr gibt’ s dazu nicht zu sagen!“ 
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