1. Ich will nur sie 4


    Datum: 30.12.2018, Kategorien: Reif

    Wer aus meiner Geschichte Geld schlägt, wird schwer bestraft!
    
    Kapitel 4
    
    Täglich ging Doris nun mit Ulf spazieren. Er war einen guten Kopf größer als sie und hielt ihr stets den Arm zum Einhaken hin. Wenn ihr Rücken extrem schmerzte, beugte sie sich vor und Ulf hielt sie. Von Tag zu Tag, konnte Doris ein paar Schritte weiter laufen und ihr Freund war sehr stolz auf sie.
    
    „Warum stöhnst du immer so“, fragte Ulf lachend und Doris sah ihm offen ins Gesicht.
    
    „Das sage ich dir nicht. Du wirst schon meine Geschichte abwarten müssen“, sie sah ihn schelmisch an, aber nur auf den Mund.
    
    „Sieh mich an. Sieh mir in die Augen“, sie standen mitten im Park, der gleich um die Ecke lag.
    
    „Zwing mich nicht, bitte“, jammerte Doris und Ulf nahm ihr Gesicht in seine beiden Hände.
    
    „Sieh mir in die Augen. Ja, so ist es gut, schaue brav weiter. Warum hast du Probleme, mit meinen Augen, sage es mir“, verlangte er, mit ganz sanfter Stimme.
    
    „Ich habe keine Probleme damit. Es ist nur, du sollst nicht sehen, was ich fühle“, drückte sie sich umständlich aus.
    
    „Was fühlst du? Zeige es mir“, bedrängte Ulf sie und interessierte sich nicht für die Menschen, die an ihnen vorüber gingen. Und dann ließ sie ihn an ihrem Inneren teilhaben! Es haute ihn wörtlich von den Socken.
    
    Wie macht sie das? Sie löste ihn ihm Gefühle aus, die er lange nicht mehr gespürt hatte. Sehnsucht, Bedauern, Schmerz und Abbruch. Doris sah beiseite.
    
    „Erkläre es mir“, bat er sehr zärtlich und führte sie ...
    ... weiter, in Richtung Zuhause.
    
    „Ich kann dir nicht sagen, wie es funktioniert, denn ich weiß es selbst nicht. Schon seit ich ein Kind war, konnte ich den Menschen, nur mit den Augen, mitteilen, was ich fühlte“, sie sah kurz auf.
    
    „Man nennt es Suggestion. Nur wenige Menschen, auf der ganzen Erde, haben es drauf“, wenn er sie nicht schon verehrte, nun würde er es ganz sicher tun. „Wurde dein IQ mal getestet?“
    
    „Nicht offiziell. Ich habe es selbst gemacht, anhand eines Buches. Damals war ich Anfang zwanzig. Ich kam auf einhundert zwanzig. Später, bei einer Fernsehshow, kam ich auf einhundert dreißig“, demonstrativ sah sie in eine andere Richtung. Ihr war klar, dass er sich damit auskannte.
    
    „Wow. Untergrenze zur Hochintelligenz“, er lachte verblüfft. „Und dann hast du nur die Realschule geschafft“, jetzt lachte er erst recht. Doris grinste ihn schief an.
    
    „Ich war zu faul zum Lernen. Ich habe gelesen, dass man im Laufe des Alters, dazulernt und sich der IQ dabei erhöht“, sie sagte es zurückhaltend.
    
    „Das ist ganz normal. Warum, zum Teufel, stellst dein Licht so unter den Scheffel?“
    
    „Weil Intelligenz abschreckend ist, für die meisten Menschen!“
    
    „Jetzt wird mir vieles klar. Du hast deinen Beruf verfehlt“, kicherte Ulf und meinte damit, sie hätte Psychiaterin werden können.
    
    „Nein. Es war schon gut so. Telefonistin und Empfangsdame, sind ehrbare Berufe und man muss sich nicht ständig, mit den Problemen anderer auseinandersetzen. Das geht mir an die Substanz.“
    
    „Weil ...
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