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Neulich im Kummerkasten
Datum: 01.03.2026, Kategorien: Schamsituation Deine Geschichten
... nackten Körper geworfen wurden. Ich lachte dazu, ein lautes, unbekümmertes Lachen. Ich war leer, bis auf dieses berauschenden Gefühl, begehrt zu werden. Gegen drei Uhr morgens war die Party vorbei. Ich war nackt, mein Körper glänzte von Schweiß und getrocknetem Sperma, doch ich fühlte mich unbesiegbar. Ich raffte das Geld aus dem Kühler und meiner Tasche zusammen – ein wirrer Batzen – und zog mich mit meinen eigenen Klamotten an. Harald rief mir ein Taxi. „Gute Arbeit, Kleine. Du bist ein Naturtalent.“ Das Taxi roch muffig nach Schweiß und schalem Bier. Der Fahrer, ein unrasierter älterer Mann, musterte mich im Rückspiegel. „Heftige Nacht, gehabt? Sieht man dir an.“ Ich grinste bloß, lehnte mich zurück und ignorierte den Schmerz zwischen meinen Beinen. „Wo geht's hin?“ Ich gab ihm meine Adresse. Als wir nach etwa zehn Minuten an einer hell erleuchteten Tankstelle hielten, sagte er knapp: „Muss tanken. Hab kein Bargeld mehr. Kostet fünfzig.“ Ich kramte in meiner Handtasche. Nichts. Das ganze Geld, der dicke Batzen – er war weg. Ich musste ihn in meiner benebelten Euphorie in der Villa liegen gelassen oder auf der Straße verloren haben. Panik stieg in mir auf, kurz und heftig, bevor sie von einer neuen, eisigen Gleichgültigkeit ersetzt wurde. Was spielte es schon für eine Rolle? „Ich hab keins“, sagte ich mit einer Stimme, die fremd und stumpf klang. Der Fahrer drehte sich um, sein Gesicht hart. „Dann raus hier. Sofort.“ „Ich kann… ich kann anders bezahlen“, sagte ...
... ich, und schon öffnete ich meine Bluse. Er starrte mich verwirrt an, mit einer Mischung aus Abscheu und Gier knurrte er „Dann komm aber mach schnell“. Ich stieg über die Lehne auf den Vordersitz, knallte mich auf seinen Schoß, führte ihn, der schon halb steif war, in mich ein. Es war schnell, hart, mechanisch. Sein Atem stank nach Kaffee und Zigaretten. Er kam in mir mit einem erstickten Grunzen, schob mich dann einfach von sich. „Jetzt raus“, keuchte er und zeigte zur Tankstellentür. „Verschwinde.“ Benommen, nur mit offener Bluse bekleidet, taumelte ich aus dem Taxi. Die kalte Nachtluft traf meinen nackten Unterleib. Ich lehnte mich gegen die kalte Betonwand der Tankstelle. Drinnen stand eine Gruppe von vier, fünf Jugendlichen, achtzehn, vielleicht neunzehn Jahre alt. Sie lachten laut, balancierten Sixpacks Bier, Wodka und große Tüten Gummibärchen in den Armen. Einer von ihnen, ein großer Typ mit Kapuze, bemerkte mich. Er pfiff durch die Zähne. „Schau mal, was die Nacht so ausspuckt“, rief er, und seine Freunde drehten sich um. Ihre Blicke strichen über mich, über meine zerzausten Haare, meine fleckige Bluse, meine unsichere Haltung. In mir war nur noch ein riesiges, schwarzes Loch. Alles war egal. Die Euphorie von vorhin war verpufft, übrig blieb diese betäubende Leere. Der Junge mit der Kapuze kam näher, in der einen Hand eine Flasche Wodka in der anderen eine große Tüte bunter Gummibärchen. „Hungrig?“ Ich starrte auf die bunten Süßigkeiten. Ein blöder, kindischer ...