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HomoLepus 12
Datum: 13.11.2018, Kategorien: Romane und Kurzromane,
... weiter miteinander kommunizieren. Das stand außer Zweifel. Doch am nächsten Wochenende würde ich wieder bei Sandra sein und ich bedauerte es fast, denn dann konnte ich mich nicht mit Tanja unterhalten. Auf der anderen Seite lief sie mir nicht weg und ich konnte mir sicher sein, dass sie noch da war, wenn ich zurückkam. Als ich dann abgeholt wurde und der Fahrer meine Tasche in dem Kofferraum verstaute, sah ich noch einmal nach oben und entdeckte die beiden Öffnungen des Fernglases. Die Linsen waren auf mich gerichtet und sie beobachtete ganz genau, was sich tat. Als ich dann einstieg, musste ich ein wenig in mich hinein grinsen. Sie war wirklich neugierig, sehr neugierig und ich fragte mich, was jetzt in ihrem Kopf vor sich ging. Sicher hatte sie tausend Fragen, die sie nicht ohne meine Hilfe lösen konnte. Kapitel 27 Auf dem Gutshof herrschte dicke Luft. Als ich in der Halle angekommen war, rannte Sandra gerade mehr oder weniger an mir vorbei und schimpfte wie ein Rohrspatz vor sich hin. Ich verstand zwar nicht, was sie sagte, aber sie war mehr als verärgert, das stand außer Zweifel. Ich hoffte nur, dass nicht ich der Auslöser für die Verärgerung war, denn es sah nicht so aus, als wenn man im Moment mit Sandra gut Kirschen essen konnte. Sie lief Richtung Querhaus und ließ mich links liegen. Dann verschwand sie im Gang, sodass ich sie nicht mehr sehen konnte, dafür hörte ich sie aber noch recht gut. Dann schlug eine Tür zu und es wurde ruhig im Haus. Daraufhin ...
... ging ich wie immer in mein Bad und verstaute meine Tasche. Erst dann ging ich lauschend nach unten, bekam aber keinen Mucks zu hören. Entweder war Sandra von ihrer Palme herunter gestiegen oder der Raum, in dem sie sich befand, schluckte alle Geräusche. Wieder lag das Anwesen wie verlassen da, obwohl ich diesmal wenigstens sicher wusste, dass Sandra da war. Wahrscheinlich war sie immer dann in dem Raum, wenn ich sie nicht finden konnte. Aber das war nur eine Vermutung. Ich hatte den Eindruck, dass ich in den nächsten Stunden nichts mehr von Sandra hören oder sehen würde. Darum machte ich mich auf den Weg zur Wiese. Das Wetter war zum Glück immer noch wunderschön und es tat gut, nach der Zeit in meiner Wohnung in die freie Natur zu kommen. Tief durchatmend schritt ich den bekannten Weg entlang und hoffte insgeheim, die Häsin wiederzusehen. Allerdings war ich mir bis jetzt nicht sicher, ob ich es geträumt hatte. Immerhin hörte es ich so schon seltsam an, allerdings wenn ich so an mir selber heruntersah, war es doch nicht so außergewöhnlich. Wenn mich jemand beobachten würde, wie ich hier den Weg lang zur Wiese ging, dann kam es ihm sicher auch nicht gerade normal vor. An der Wiese angekommen suchte ich erst einmal die ganze Fläche nach verräterischen Bewegungen ab, konnte aber nichts Dementsprechendes entdecken. Weit und breit war nichts Verdächtiges zu sehen, trotzdem setzte ich mich wieder auf die Stelle, auf der ich gesessen hatte, als ich sie gesehen hatte. Aber meine ...