1. Auf Montage Teil 26


    Datum: 15.12.2019, Kategorien: Transen

    ... redete mit ihr. Doch das Gefühl in mir wurde einfach immer stärker.“
    
    Wieder nimmt sie einen Schluck, „Ich wusste damals schon, das sich die Szene hier in dieser Kneipe traf und so lernte ich Walter kennen und all die anderen. Ich merkte, dass ich nicht alleine bin, dass das was ich erlebte, auch von anderen durchgemacht worden ist. Ich wagte dann den Schritt in die Öffentlichkeit. Der sogenannte Alltagstest. Es war eine sehr schwere Zeit, wenn mein The****ut nicht an meiner Seite gewesen, hätte ich es nicht geschafft. Auch die Gemeinschaft hier, hat mir Halt gegeben.“ Sie lächelt, „Ich ging durch ein Tal der Tränen, doch nun bin ich hier, eine Frau, sogar meine Arbeitsstelle konnte ich behalten. Früher war ich Dreher und nun eben Dreherin.“
    
    Beate schaut Regina fragend an.
    
    „An einer Drehbank arbeiten, alles was Rund ist oder geplant werden muss wird auf einer Drehbank bearbeitet und das macht eben der Dreher oder Dreherin.“ Regina lächelt bei dem letzten Wort.
    
    Toni schaut sie an, „Bist du auch?“
    
    „Nein, ich bin, nein ich war Elektriker." Regina verbessert sich, „Elektrikerin, aber nun arbeite ich bei Beate.“
    
    „Schade, ich liebe meine Arbeit, wir hätten fachsimpeln können.“
    
    „Hast du noch Kontakt zu deinen Kindern?“, fragt Beate.
    
    Toni schüttelt den Kopf, „Sie wissen was aus mir geworden ist, aber Kontakt haben wir nicht.“ Sie seufzt tief, „Meine Frau, meine Ex-Frau. Sie hat wieder geheiratet. Den Kindern geht es gut, sie haben einen guten Vater und eine ...
    ... gute Mutter.“
    
    Beate und Regina sind voller Mitgefühl für diese außergewöhnlich Frau. Wie stark muss in ihr der Drang gewesen eine Frau zu werden. „Bist du nun Glücklich?“, fragt Regina.
    
    „Ja sehr, ich bereue den Schritt nicht, den ich gemacht habe. Es ist das Leben, das ich leben möchte. Natürlich gibt es Tage, an denen ich depressiv bin, meist dann, wenn ich den Katalog durchblätter. Doch dabei bekommen alle Frauen Depressionen.“
    
    „Aber nun zu dir“, sie sieht Regina an, „wie stellst du dir deinen Weg vor?“
    
    Regina zögert mit der Antwort.
    
    „Du kannst deine Neigung auch so ausleben“, macht Toni weiter, „du bist hübsch, so wie du bist und es ist kein Verbrechen sich so anzuziehen, du kannst auch so als Frau leben. Schlaft ihr miteinander, so richtig meine ich?“
    
    „Wir versuchen es“, sagt Regina leise, „es geht aber nicht immer, ich, ich, nun es geht eben nicht immer.“
    
    Toni nickt, sie versteht, was Regina meint. „Seit wann ist es denn bei dir das du lieber eine Frau wärst.“
    
    Regina gibt Toni eine Beschreibung ihres Werdegangs, fängt bei Beate an, lässt dort aber alles aus was nur die beiden angeht. Toni nickt dabei, unterbricht sie aber nicht. Beate hat auch schweigend zugehört, sie überlegt, wie das auf Toni wirkt. Welche Schlüsse zieht sie daraus?
    
    „Nun“, meint Toni, „im ersten Moment würde ich deiner Mutter eine Mitschuld geben, aber das wäre nicht richtig, man kann einen Jungen nicht zum Mädchen erziehen oder umgekehrt ein Mädchen nicht zu einem Jungen. ...
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