1. Ich will nur sie


    Datum: 04.04.2019, Kategorien: Reif

    ... Blitze durch mich hindurch schießen, der pure Wahnsinn! Ich..“, er räusperte sich.
    
    „Ich begrüßte sie mit: hallo mein süßer Schatz, du bist umwerfend. Und sie freute sich riesig über meine Worte. Sie begrüßte mich mit: hallo du Tiger, du bist wild und unbezähmbar!“ Der Patient kicherte albern. Dem The****uten hingegen, liefen Schauer über den Rücken.
    
    „Sie verstand es, einen Mann, mit einfachen Worten, aufzubauen, ihm Kraft zu geben, ihn zu ermutigen, ihm Geborgenheit zu vermitteln und Liebe. Sie war eine einzigartige Menschenkennerin“, er schmunzelte.
    
    „Sie hatte Spaghetti mit Bolognesesoße für uns gekocht. Es rocht herrlich, lecker. Wir deckten gemeinsam den Tisch, in ihrem Wohn- Schlafzimmer. Es gab nur diesen einen großen Raum, eine winzige Küche, ein kleines Bad mit Wanne und eine winzige Kammer“, berichtete er fröhlich weiter.
    
    „Bevor wir aßen, nahm sie mich an die Hand und führte mich zu einem ihrer beiden, großen Fenster. Was ich zu sehen bekam, war einmalig. Habe ich erwähnt, dass ich einen Tag zuvor Geburtstag gehabt hatte? Ich empfand es als Geschenk, als wunderbares Geschenk. Es war das Schönste, was ich jemals zu sehen bekommen habe“, er machte es mal wieder total spannend.
    
    „Doris stand seitlich, vor mir. Ihr von Natur aus gewelltes, braunes Haar, fiel ihre ein gutes Stück vorne über die Schultern. Sie war fast überhaupt nicht geschminkt. Nur Wimperntusche, sonst Natur pur und im Hintergrund, Hamburg bei Nacht, von oben, bei glasklarer Sicht. Auch ...
    ... hier hätte ich weinen mögen, so glücklich war ich“, er seufzte schwer.
    
    „Ich zog sie an mich, sah auf ihre schmalen Lippen und neigte meinen Kopf zu ihr hinunter. Ich war knapp einen Kopf größer, als sie. Ihre Augen sahen tief in meine und ich hätte dahinschmelzen können. Sie übermittelte mir ihre Gefühle. Was ich sah, machte mich sprachlos und so verharrte ich, bevor ich sie endlich küsste“, er schluchzte leise, rührte sich aber nicht.
    
    „Ihre Lippen waren herrlich warm, weich und samtig. Es war wie ein Wunder. Mein Herz öffnete sich ganz weit und ich fühlte es das erste Mal in meinem Leben. So tief, wie für diese Frau und sofort, von Anfang an, hatte ich noch nie für eine Frau empfunden, obwohl ich schon mit vielen Frauen zusammen gewesen war“, seine Stimme klang sehr rau.
    
    „Da wusste ich, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben, richtig liebte. Ich hätte sofort und alles für sie getan. Ich war verloren und wusste es auf der Stelle. Sie erwiderte meinen Kuss und ihre Inbrunst, war umwerfend. Sie wollte sich kaum von mir lösen. Mir war sofort klar, dass sie genauso empfand, wie ich“, er schluckte schwer.
    
    „Ich hätte mich in den Arsch beißen mögen. Es war so umwerfend schön und doch wusste ich, dass wir dies nie wirklich ausleben konnten. Ich war so ein Trottel gewesen, damals“, nun weinte er lautlos, aber er wischte die Tränen nicht fort und putzte sich auch nicht die Nase. Er ließ alles raus.
    
    „Ich hätte ihr spätestens da, sagen müssen, dass aus uns nichts werden ...
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