1. Ich will nur sie


    Datum: 04.04.2019, Kategorien: Reif

    ... um weiter nichts. Dann verabredeten wir uns. Es dauerte eine ganze Woche, bis ich Zeit für sie erübrigen konnte. Ich hatte damals zwei Jobs, meine Freundin, eine Ex-Frau und eine kleine Tochter“, nun seufzte er schwer.
    
    „Dann kam der Tag, an dem ich sie das erste mal besuchte, Zuhause, in ihrer Wohnung. Ich machte mich richtig zurecht für sie, ging duschen, rasierte mich an allen wichtigen Stellen, nahm einen nur leichten Duft, weil sie Asthmatikerin war. Ich trug schwarze Jeans, ein kurzärmeliges, rotes Hemd, das am Hals ein wenig offen stand und ein paar meiner Haare auf der Brust sehen ließ. Und zum Schluss schlüpfte ich in meine schwarze Lederjacke. Ich fühlte mich gut und fuhr los“, er lächelte und man hörte dieses Lächeln, auch in seiner Stimme.
    
    „Ich wohnte damals in Norderstedt. Sie in Hamburg Horn. Doris wohnte im letzten, von vier Hochhäusern. In der vierzehnten Etage, mit einem geilen Blick, über die Hamburger Innenstadt“, er schwelgte in der Erinnerung.
    
    „Ich kam an dem Hochhaus an und klingelte unten, um eingelassen zu werden. Ihre Stimme klang mächtig aufgeregt, als fragte, wer dort sei. Ich war mindestens genauso aufgeregt wie sie, aber ich war ein Mann, ich zeigte es nicht. So fuhr ich dann im Fahrstuhl nach oben. Es gab eine Zwischentür, die festgeklemmt und offen war, dort ging ich hindurch und gleich hinter der zweiten Tür, wohnte sie“, er stockte, um es spannender zu machen.
    
    „Ich drückte auf diesen Klingelknopf und positionierte mich an der ...
    ... gegenüberliegenden Wand. Einen Fuß, stellte ich hinten an die Wand. Ich hielt mich für sehr cool“, Michael lachte auf.
    
    „Ich hörte ihre Schritte, hinter der Tür, dann blieb sie plötzlich stehen. Ich dachte erst, sie sieht durch den Spion, aber er blieb hell. Ich war sehr nervös und sie auch, wie sie mir später erzählte. Für uns beide, hing so vieles ab, von diesem ersten Blick aufeinander“, er seufzte schwer, aber glücklich.
    
    „Dann öffnete sie die Tür, schnell und weit. Aus meinem Grinsen, wurde ein keine Ahnung, mein Hirn setzte aus. Diese Frau, dieser wunderschöne Frau, stand vor mir und lächelte mich strahlend an. Ich hätte weinen mögen, so schön war sie. Ihre Ausstrahlung war vom allerfeinsten“, seine Stimme klang weich, verliebt und unglaublich erotisch.
    
    „Mein kleiner Freund sprang sofort auf sie an, aber zum Glück, hatte ich eine weite Hose an“, er lachte, bei der Erinnerung daran.
    
    „Minutenlang, starrten wir uns gegenseitig an und einer überstrahlte den anderen. Ich fing mich als erstes wieder, ging auf sie zu und ohne wenn und aber, nahm ich sie in meine Arme. So hatten wir es abgemacht. Ich sollte sie unbedingt als erstes Umarmen“, Herr Engel lachte befreit.
    
    „Sie war nicht im klassischen Sinne schön, aber hübsch. Ihre Ausstrahlung hingegen, ihr Charme, haute mich komplett von den Socken. Ihre dunkelblauen Augen leuchteten und ich empfand sie als Sterne, am Himmel. Sie funkelten geradezu. Als ich sie dann berührte, meine Wange an ihrer Stirn, war es, als würden ...
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