1. HomoLepus 12


    Datum: 13.11.2018, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... verging mit dem Bild, welches sich in meinem Gehirn formte.
    
    Der Schmerz verschwand in dem Augenblick, als Sandra ihren Fuß anhob und neben den anderen stellte, dann sah sie noch einen Moment auf mich herunter und lächelte, wie sie es fast immer tat. Dann drehte sie sich um, und während mich die letzten Wellen des Höhepunktes überschwemmten, verließ sie den Raum.
    
    Wenig später war ich wieder im Bad. Das Fell, was ich anhatte, musste jedenfalls ebenfalls gewaschen werden. Also holte ich das andere heraus und warf stattdessen dieses hinein. Wenn ich so weiter machte, musste ich bald nackt herumlaufen, denn ich hatte nur noch eines in Rosa und das natürlich aussehende. Das Problem war dabei nicht das Waschen, sondern das Trocknen. In einen Trockner konnte man sie nicht stecken, dafür waren sie viel zu empfindlich und verloren beim Trocknungsvorgang viel zu viele Haare. Das ging gar nicht. Schleudern ging auch nicht, Verfilzungsgefahr und Knötchenbildung. Also mussten sie an der Luft trocknen und das dauerte lange. Selbst wenn es warm und windig war, mehr als einen Tag. Aber hier im Bad war kein Wind. Also würde ich mir etwas suchen müssen, um sie aufzuhängen.
    
    Ich schnappte mir das fertige, noch patschnasse Fell und warf es in einen Wäschekorb aus Plastik, dann ging ich damit nach unten und dann in den Garten. Ich meinte im Schuppen, in dem der Aufsitzmäher stand eine Leine gesehen zu haben. Ich sah nach, fand sie und spannte sie zwischen zwei Bäumen, die am Rand der ...
    ... Rasenfläche standen. Hier hängte ich das Fell auf und war davon überzeugt, dass es am nächsten Abend trocken sein würde.
    
    Mit meinem Werk zufrieden, ging ich wieder ins Haus und nach oben. Ich war ein wenig müde und wollte ein Nickerchen im Kissenzimmer machen. Allerdings nagte an mir der Zweifel, ob das Fell noch an der Leine hing, den es war von dem ganzen Wasser, was ihn ihr steckte sehr schwer. Also wollte ich mich noch einmal davon überzeugen, dass es noch hing und sah aus einem Fenster heraus, was in die Richtung gerichtet war.
    
    Ich war mehr als zufrieden, als ich sah, dass es noch hing, und wollte mich gerade abwenden, als ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung sah. Ich war mehr als überrascht, als ich die Häsin sah, wie sie geradezu aus dem Nichts erschien und vor dem Fell stand. Dann hob sie eine Hand und strich ein paar Mal über die Oberfläche.
    
    Jetzt war ich wieder hellwach und rannte so schnell ich konnte nach draußen. Aber es hatte anscheinend zu lange gedauert, denn sie war schon nicht mehr da und ich sah nur noch ihre Blume durch die Bäume weiß aufleuchten, denn sie hatte den Weg zur Wiese eingeschlagen.
    
    Also rannte ich ebenfalls in die Richtung und kam anscheinend wieder zu spät, denn ich sah sie nicht mehr. Doch ich ließ mich nicht davon entmutigen, sondern setzte nach. Keuchend erreichte ich die Lichtung und sah wieder nur die weiße Blume, als sie auf der anderen Seite im Weg zum Blockhaus verschwand. Wieder setzte ich mich in Bewegung und kam hechelnd am ...
«12...141516...19»