HomoLepus 08
Datum: 21.10.2018,
Kategorien:
Romane und Kurzromane,
... Schmunzelns nicht erwehren. Ihr Mund verzog sich zu einem Grinsen und in dem Moment wusste ich, dass sie mir verziehen hatte.
Es war inzwischen hell geworden, als wir uns auf den Weg machten. So wie ich es schon angenommen hatte, so war es dann auch. Anna harkte sich bei mir ein und wir gingen bei herrlichem Sonnenschein in Richtung Bahnhof.
Da waren sie wieder, die fröhlichen Gesichter der Kinder und Erwachsenen die mich anstrahlten, als sie mich sahen. Sie freuten sich über meine Erscheinung wie im Winter über den Weihnachtsmann. So fühlte ich mich wieder richtig in meinem Element und erinnerte mich noch an so manche Faxen, die gut angekommen waren. Bis zum Bahnhof hatte ich viel Spaß und Anna an meiner Seite war guter Laune.
Es war sicher die Kombination von Sonnenschein, einem freien Tag und die Symbolfigur von Ostern, die mir eine Welle von Zuneigung entgegen brachte und ich genoss sie in vollen Zügen. Erst jetzt spürte ich, wie sie mir gefehlt hatte, und nahm sie auf wie ein Schwamm die Feuchtigkeit. So wollte ich sein, ein Wesen des Glücks, so fühlte ich mich wohl.
Anna und ich fuhren mit der Bahn in die nächstgrößere Stadt. Da Ostersonntag war, hatte zwar nichts geöffnet, aber dafür gab es einen unheimlich großen Park, in dem wir nach Herzenslust wandeln konnten. Dazu fanden wir eine Minigolfanlage, an der wir nicht vorbei gehen konnten, ohne sie zu nutzen. Auch hier hatte ich viele Lacher auf meiner Seite, immerhin sah man nicht oft einen rosa Osterhasen ...
... Minigolf spielen. Gut, meine Leistungen was das Einlochen betraf waren wirklich nicht sonderlich gut, aber darum ging es ja auch nicht. Allerdings wurmte es mich dann doch, dass Anna sehr viel besser war als ich. Vielleicht die Strafe für den Scherz am Morgen.
Danach gingen wir weiter und kamen an ein kleines Kaffee mit einem größeren Außenbereich. Hier setzten wir uns hin, nachdem ich meine Getränke vom Morgen losgeworden war.
Die Welt war wieder herrlich. Wir saßen bei gutem Wetter draußen in der Sonne, aßen ein Eis und tranken hinterher einen Espresso und dazu saßen nur gut gelaunte Menschen um einen herum. Besser konnte es einem nicht gehen.
Alles in allem war der Tag mehr als zufriedenstellend und wir blieben so lange draußen, bis die Sonne bereits wieder unterging. Auch der Ostermontag war noch wunderschön und wir bleiben diesmal in der Nähe unserer eigenen Heimatstadt. Etwa außerhalb entdeckten wir ein schönes Plätzchen, auf dem wir eine mitgebrachte Decke aufschlugen und ein Picknick veranstalteten. Zu diesem Zweck hatten wir einige Köstlichkeiten eingepackt und genossen sie jetzt an Ort und Stelle. Danach lagen wir nebeneinander und Hand in Hand auf der Decke und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. So verging dann auch der wunderschöne Tag.
Am Abend, als wir wieder Zuhause waren, befiel mich dann aber leider ein wenig Wehmut. Ich war ein wenig darüber betrübt, dass die beiden Feiertage zu Ende und die nächsten noch so lange hin waren. Wie sollte ...