1. HomoLepus 08


    Datum: 21.10.2018, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... mittlerweile zur Wohnung, war ein Teil davon geworden.
    
    Da ich nichts Wichtiges vorhatte, ging ich ins Bad und duschte lange und ausgiebig, dann zog ich ein frisches Fell an und begab mich wieder aus dem Bad.
    
    Anna war inzwischen gekommen und ich hörte sie in der Küche herum klappern. Also ging ich ebenfalls dort hin und sah sie ein paar Vorräte einräumen, die auf dem Tisch gestanden hatten. Entweder war sie noch nicht dazu gekommen, oder hatte keine Lust dazu gehabt.
    
    Als sie mich dann bemerkte, lief sie auf mich zu, umarmte mich herzlich und drückte einen dicken Schmatz auf meine Nase. Dann ließ sie wieder los und widmete sich der vorherigen Tätigkeit. Währenddessen ging ich ebenfalls in die Küche und setzte mich auf einen Stuhl. Sicher hätte ich ihr helfen können, aber ich zog es vor, sie dabei zu beobachten. Besonders wenn sie sich weit nach oben strecken musste, um an eines der oberen Regalbretter zu kommen, wurde ich aufmerksam. Sah ihr sehr gerne dabei zu, wie sich ihr ohnehin schmaler Körper noch weiter streckte. Fest waren ihre Schenkel, genauso wie die Pobacken, die in relativ kurzen Shorts steckten. Dazu hatte sie ihre Schuhe ausgezogen und nur noch ein T-Shirt an, welches immer wieder ihren Bauch und Teile des Rückens freiließ, wenn sie sich streckte. Doch leider hielt dieses Schauspiel nicht lange an. Zu schnell war alles eingeräumt und sie setzte sich zu mir an den Tisch. Mit geröteten Wangen sah sie mich an und begann dann zu erzählen. Sie berichtete mir ...
    ... bis aufs Haar genau, was sie wann in den letzten zwei Tagen gemacht hatte, dabei kam es gar nicht darauf an, ob es belanglos war oder nicht. Wobei natürlich der längste Teil ihrer Erzählung damit ausgefüllt war, wie sie die Wohnung verändert hatte.
    
    Sie war dabei nicht alleine gewesen, sondern es hatten ihr noch drei Freundinnen geholfen, mit denen sie studierte. Dafür hatte sie lange warten müssen, denn die Gelegenheit war hervorragend gewesen. Da sie sich nicht sicher war, wie ihre Freundinnen auf mich reagieren würden, hatte sie so lange darauf gewartete, bis ich für etwas länger verschwand. Aber auch so war ihre Zeit knapp gewesen, denn sie waren erst an dem Morgen fertig geworden. Oder anders gesagt war die Farbe in einige Ecken noch nicht wirklich trocken und ich musste vorsichtig sein, wenn ich dagegen kam. Mein Fell hätte darunter gelitten.
    
    Auf der anderen Seite hatte sie ihren Freundinnen schon von mir erzählt, immerhin wohnte sie mit einem Mann zusammen. Den Dreien war nur nicht klar, warum sie mit jemandem zusammenwohnte, den sie eigentlich noch nie gesehen hatte. Besonders eine Frage stand im Raum. Wer oder was sich unter dem Kostüm verband. Anna war die Frage nicht so wichtig gewesen. Ihrer Meinung kam es darauf an, wie jemand war und nichts anderes. Da ich mich ihr gegenüber immer als sehr freundlich verhalten hatte, konnte mein Innerstes nicht schlecht sein. Also war ihr vollkommen egal, ob ich Mensch, Hase oder sonst etwas war. Es war nebensächlich. Das ...
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