1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... Seite, manche hielten Speere, andere Schilde.
    
    Sie standen in einem Kreis und murmelten leise wie in einem Ritual oder einem Gebet unisono einen Sermon, den ich nicht verstand.
    
    Woher die Trommeln und die Flöte erklangen, konnte ich nicht ausmachen. Auch wenn ich meinen Kopf wand nicht.
    
    Die Trommeln, die Flöte, das Gebet. Es beunruhigte mich, dass die Geräusche so tief in meine Seele eindrangen, auf der anderen Seite fühlten sie sich dort warm und wohlig an, nahmen mir die Schmerzen, als stünde ich in einer warmen, dunklen Höhle, geschützt vor einem draußen wütenden Unwetter.
    
    Der Sermon steigerte sich in ein Crescendo, bis er schließlich mit einem Mal verstummte. Und auch die Trommeln und die Flöte schwiegen von einer Sekunde auf die andere.
    
    Ich war gespannt.
    
    Dann sprach Liz mit feierlicher Stimme laut:
    
    „Lasst uns nun in den Krieg ziehen!"
    
    Die anderen Frauen stießen ein kriegerisches „Aajh!" aus.
    
    „Doch bevor wir in die Schlacht gehen, lasst uns das alte Ritual unserer Göttinnen befolgen!"
    
    „Aajh!"
    
    „Möge sie uns Entschlossenheit, Stärke und den Sieg schenken!"
    
    „Aajh! Aajh! Aajh!"
    
    Damit drehten sie sich um und kamen auf mich zu, stellten sich im Halbkreis um mich.
    
    Liz richtete ihre Stimme gen Himmel und verkündete laut.
    
    „Göttinnen! So Ihr uns gewogen seid, schenkt uns Euer Wohlwollen durch diese Kreatur hier. Sprecht durch sie hindurch, und wir werden Euch dienen!"
    
    „Aajh!"
    
    Dann war es still für einen Moment, bevor wieder die ...
    ... Trommeln und die Flöte einsetzten. Sofort spürte ich, wie die Klänge in mich fuhren, doch dieses Mal drängender als zuvor.
    
    Ein halbes Dutzend der Amazonen trat an mich heran. Sie begannen synchron zur Musik mich zu streicheln. An den Armen, den Schenkeln, am Bauch, den Hüften, den Brüsten. Es war ein seltsames Gefühl, ein Dutzend Hände auf mir zu spüren, die langsam über mich glitten, in schlängelnden Bewegungen, sanft und zart. Es war unmöglich, sich auf eine Stelle meines Körpers zu konzentrieren, vielmehr entfalteten die Hände auf meinem gesamten Leib flächig eine Wärme, die all meine geschundenen Muskeln fast augenblicklich entspannte. Diese Hände, die mich scheinbar willkürlich berührten, aber doch einer mythischen4 Choreographie zu folgen schienen. Ich schmolz dahin. Die Wärme begann tief in meinem Bauch wie ein Sonnenaufgang, um meinen Nabel herum, schien vorangetrieben durch den Rhythmus der Trommeln, die den Takt vorgaben, in dem mein Blut durch den Körper pulsierte. Bald waren nicht nur alle Schmerzen vergessen, bald schien ich zu spüren, wie gerade die Körperteile, die besonders geschunden waren, der von den Ketten wund geriebene Hals, die von den Armringen eingeschnittenen Handgelenke, die blutigen Knie besonders gewärmt wurden, und ich spürte fast, wie die Wunden sich schlossen und heilten.
    
    Irgendwann begannen die Frauen aus tiefster Kehle Geräusche hervorzubringen. Ein dunkles Brummen. Und im gleichen Moment fühlte ich, wie die Bewegungen der Hände sich ...
«12...717273...147»