1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... war, versuchte ich nicht hinterher zu fallen, denn die Glieder der rostigen Kette schnitten schmerzhaft in die zarte Haut meines Halses, wenn die Kette gestrafft wurde.
    
    Liz beachtete mich nicht. Ihre schweren Schritte stapften stoisch und monoton über den ebenen und brüchigen Boden, während ich hinterher hastete.
    
    Ich weiß nicht, wie lange, das so ging, die Orientierung hatte ich längst verloren, ich hatte mich in eine Trance geflüchtet, die mich vor der grausamen Realität schützte.
    
    Doch schließlich hielt Liz an. Ich war erleichtert und versuchte auf zitternden Beinen die Balance zu halten.
    
    Wir standen vor dem schwarzen Gerippe eines Baumes. Verkrüppelt und in seltsamen Biegungen und Wendungen erstarrt standen kahl und deformiert einige Äste in die Luft. Weit und breit war dieses Skelett das einzige Objekt in der Wüste.
    
    Liz packte mich routiniert und stellte mich mit dem Rücken an diesen Baum. Dann hob sie meine Arme und schloss einen schweren metallenen Armring um meine Gelenke. Danach bückte sie sich und kettete auch meine Fußgelenke mit ähnlichen Ketten fest. Schließlich zwang sie so meine Beine auseinander.
    
    Da stand ich nun, vollkommen hilflos in einer obszönen Geste, die jedem Zugang zu meinem nackten Körper gewährte. Doch ich war froh, nicht länger laufen zu müssen, und mein Wille war fast gebrochen. Ich versuchte, mich in der neuen Haltung einzurichten, meinen Körper, so gut es ging, zu entlasten und etwas zur Ruhe zu kommen. Es war praktisch ...
    ... unmöglich. Schließlich fand ich eine Position, in der ich den Kopf an den gestreckten Arm anlegte und den Körper entspannte. Auch wenn dadurch mein gesamtes Körpergewicht nur an den Ringen um meine Handgelenke gehalten wurden. Aber ich war an einem Punkt angelangt, an dem diese Schmerzen mich nur noch entfernt erreichten.
    
    So schaffte ich es gar, in einen unruhigen, gazezarten Schlummer zu fallen, der eine Weile andauerte, aus dem ich immer wieder durch den leichtesten Reiz gerissen wurde, bis ich schließlich in einen dunklen Schlaf fiel.
    
    Aufgeweckt wurde ich durch ein sonores Trommeln. Es klang dumpf und eindringlich, schien alles zu durchdringen, ich spürte die Wellen in meinen Fußsohlen, ich spürte sie in den Stamm fahren und von dort meinen Körper in Schwingungen versetzen. Dazu erklang eine seltsame Flöte, die fiebrige Töne ausspie. Sie klangen fremdartig wie aus fernen Ländern. Es schien nicht ein einziger Ton zu sein, der jeweils erklang, sondern simultan waren verschiedene zu hören, die einander gegen liefen, sich dann wieder vereinten, um sich wenig später wieder auseinander zu bewegen. Gewunden wie zwei Schlangen im Liebesspiel.
    
    Es waren eigentümliche Laute, die mich tief berührten.
    
    Ich öffnete die Augen und drehte den Kopf ein wenig, um durch den braunen Stoff hindurch zu schauen.
    
    Dort standen etwa zwanzig junge Frauen. Alle wie Liz kriegerisch gekleidet in Lederharnische. An ihren Hüften hingen breite Kurzschwerter, dazu noch gekrümmte Dolche an der anderen ...
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