1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... letzten.
    
    Wieder hielt ich inne. Einen Augenblick, als erwartete ich ihre Amnestie, als erwartete ich den Befehl, es sein zu lassen. Aber er kam nicht. Dann streifte ich die Bluse über meine Schultern und ließ sie von meinem Körper gleiten.
    
    Ich spürte ihre Blicke auf meiner Haut.
    
    Dann wieder eine Pause, und ich öffnete den Knopf meiner Jeans. Meine war weiter geschnitten, und sie glitt einfacher von meinen Schenkeln. Ich stieg heraus und stand vor ihr.
    
    In nichts als Unterwäsche.
    
    Eine erwachsene Frau vor einer Halbwüchsigen.
    
    Und ich genoss es.
    
    Ich genoss diesen Exhibitionismus, den ich zuvor nie bemerkt hatte. Was war ich nur geworden? Wer war ich bislang gewesen? Es schien wie eine Wiederauferstehung, wie die hässliche Raupe, die als majestätischer Schmetterling wiederkehrt.
    
    Das Blut schoss durch meinen Körper, gemixt in einem Cocktail aus Endorphinen, Hormonen und Adrenalin. Konnten irgendwelche Drogen einen schöneren und schaurigeren Rausch hervorrufen? Ich konnte es mir nicht vorstellen.
    
    Ich stand dort in Unterwäsche, unschlüssig und zögernd, aber eigentlich zögerte ich nicht. Eigentlich wartete ich nur auf das, was dann auch kam und brauchte ihre Aufforderung nicht:
    
    „Nun kommen Sie schon! Sie setzen Spinnweben an!"
    
    Ich öffnete den Verschluss des BHs hinter meinem Rücken und ließ ihn hinuntergleiten. So, dass meine Brüste lange, möglichst lange, wenn auch vielleicht nur für eine Sekunde länger bedeckt blieben.
    
    Dann stand ich mit ...
    ... entblößten Brüsten da.
    
    Vor ihr.
    
    Wartete ich auf einen Kommentar? Vielleicht einen anerkennenden? Ich war eigentlich ganz zufrieden mit meinen Brüsten. Sie hatten eine schöne Größe und eine schöne Form, aber sie waren eben nicht von dieser nubilen Makellosigkeit ihres jungen Körpers.
    
    Doch ich hätte auch eine abwertende Bemerkung akzeptiert. Ich hätte alles akzeptiert.
    
    Aber es kam nichts, als ein Antreiben.
    
    „Meine Güte! Zieren Sie sich doch nicht so!"
    
    Also hakte ich die Daumen in meinen Slip, in einen einfachen, weißen. Ich hatte nicht so früh mit ihr gerechnet, sonst hätte ich delikatere Dessous getragen.
    
    Und mit einem letzten Herzschlag entledigte ich mich auch meines letzten Fetzens Kleidung und Selbstachtung.
    
    Und dann stand ich vor ihr, ohne sie zu sehen, nackt und schutzlos. Vor einem Teenager, dem ich mich ausgeliefert hatte.
    
    Etwas spülte eine Schicht von mir, die wie eine Kruste auf mir gelegen hatte. Was war es? Zivilisation? Moral? Hemmungen? Was immer es war, es war nun weg und in all meiner Demut fühlte ich mich nun vollkommen befreit.
    
    „Na also, geht doch!"
    
    Kein Lob und keine Anerkennung für meinen Körper oder meinen Gehorsam. Nur Ungeduld.
    
    „Ich kann wirklich alles von Ihnen verlangen!"
    
    Sie lachte.
    
    „Sie sind so ein Miststück! Meine Güte! Sie machen das wirklich alles. Wahnsinn!"
    
    Liz hatte mich durchschaut. Wie eine Therapeutin oder eine Hellseherin, vor der man nichts verbergen konnte. Es war unheimlich.
    
    „Na dann mal los! ...
«12...656667...147»