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Ich Wünschte...
Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM
... wackelte. Zwei Gärten weiter bellte ein Hund. Sie blickte mich böse an, und stand näher an mir, als man das gewöhnlich tat. Ich spürte ihren Atem auf meinem Gesicht. Er roch ein wenig süßlich, als hätte sie einen Orangensaft getrunken. Zum ersten Mal fielen mir ihre Augen wirklich auf. Dass sie grün waren, hatte ich vorher schon registriert, aber nun bemerkte ich erst, wie schön sie waren. Ein wenig wässrig im Zentrum mit kleinen braunen Spritzern und kräftiger an den Rändern. Sie bewegten sich nervös und aufgebracht hin und her, fanden meine Augen, die mit gutem Willen so ein wenig bläulich, eigentlich aber eher unscheinbar grau waren. Unsere Blicke verfingen sich ineinander, und ich sah, wie sie meinen Blick erwiderte und ruhiger wurde. Ich betrachtete ihr Gesicht. Die helle, bleiche Haut, die wenig Sonne zu sehen bekam, aber dadurch auch ein wenig vornehm aussah, die schmalen Augenbrauen, die sich über ihren Augen schwangen. Aus dieser Nähe war sie schön wie die Prinzessin eines fernen, dunklen Landes. Ihre Augen musterten nun auch mich. Sie blickten auf meine Nase. Was war an der besonders? Folgten hinauf zu meiner Stirn, meinem Haaransatz. Sicher nahm sie wahr, dass die Färbung raus gewachsen war und das konturlose Braun meiner natürlichen Haarfarbe die blonde Färbung zu vertreiben begonnen hatte. Sie blickte auf meine Brauen, die ich ein wenig zu breit empfand und an ihren Ansätzen diesen kleinen Wulst hatten, den ich nicht mochte. Wieder hinunter zu ...
... meiner Nase, zu meinen Lippen, auf die ich stolz war, die durchaus Volumen hatten und mit aufgetragenem Lippenstift kräftig leuchteten. Ihr Blick folgte ihnen von einem zum anderen Mundwinkel, dann zu meinem Kinn hinunter, das ich früher als zu kantig empfunden hatte, das meinem Gesicht nun aber Kontur gab, wie ich fand. Dann wurde ihr Blick diffuser, meinen Hals glitt er hinunter. Er streifte meine Brüste, fand dort aber scheinbar nichts. Ich hatte den Blouson an, der keinen tiefer Einblick gewährte, also nahm ich ihr das nicht übel. Ihr Blick konzentrierte sich wieder auf meine Augen. Was sah sie darin? Ich spürte ihren Blick, der sich tief durch meine Pupillen bohrte und etwas suchte. Was fand sie? Meine Ergebenheit oder meine Lust? Meine Hingabe? Meine Loyalität oder mein Vertrauen? Es war einer dieser Momente, der nur einen Augenblick andauerte, aber wie eine Ewigkeit erschien. Ein Moment wie in einem Film eben, der mit aufwallender Streichermusik endete. Wir wussten beide, was geschehen würde. Und es geschah. Mit beiden Hände knallte sie mich erneut gewaltsam gegen die Bretterwand, doch ich merkte nichts mehr davon, dass sie nachfederte, ich merkte auch nichts mehr von dem Hund, der wieder, aber nun wütender, bellte. Ich spürte nur noch ihre Lippen auf meinen. Sie drückte sie mit solcher Wucht auf meinen Mund! Es war kein Kuss, es war mehr wie der gierige Angriff eines Vampirs. Es war nicht zärtlich oder sinnlich, es war einfach nur hart und ...