1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... nehmen. Dass sie sogar Schmerzen ertragen und sich demütigen lassen. Nur damit Sie die Gelegenheit bekommen, meine Aufmerksamkeit zu haben. Das ist ein geiles Gefühl. Ich meine, wie geil müssen Sie mich finden?"
    
    Sie schwieg und sah mich an, als erwarte sie eine Antwort. Als ich gerade irgendetwas antworten wollte, nur um etwas zu sagen, da fuhr sie selbst fort und sagte etwas unerwartet Böses und Gemeines.
    
    „Natürlich ist es nicht ganz so. Es liegt wahrscheinlich nicht so sehr an mir, wie ich das gerne hätte. Sie würden jedem hinterherrennen, der sie erniedrigt und wie Scheiße behandelt. So sind Sie einfach."
    
    Sie sah mich prüfend an. Ich hatte einige Mühe mich von diesem Tiefschlag zu erholen. Es traf mich einfach so hart, weil ich nicht darauf vorbereitet war, dass sie mich so verletzen wollte.
    
    „Habe ich Recht?"
    
    Ich schluckte. Ich wollte diese Fragen nicht beantworten. Dieses ganze Gespräch wollte ich nicht. Sie tat so harmlos, wie sie da in meiner Küche saß, an ihrem Kaffee nippte und immer wieder dieses kleine Spielchen mit ihren Lippen und der Tasse vollzog. Aber ihre Fragen waren alles andere als harmlos, sie gingen direkt ins Herz der Finsternis und verlangten von mir, mich mit all dem auseinanderzusetzen, was ich gar nicht wissen wollte.
    
    Und sie tat das absichtlich. Es war ihr Weg mit mir zu spielen. Sie wollte, dass ich mich vor ihr entblößte. Seelisch, nicht nur innerhalb dieser Spielchen, die wir trieben. Sie wollte mich demütigen im realen ...
    ... Leben.
    
    Es war nicht das erste Mal, dass ich mich fragte, ob ich ihr vertrauen konnte. Aber es war das erste Mal, dass ich richtige, genuine Zweifel verspürte.
    
    Ich versuchte, den Gedanken wegzuwischen, aber es gelang mir nicht. Die Zweifel blieben.
    
    Dreiunddreißig
    
    Ich hatte gar nicht mit ihr gerechnet und war schon auf dem Weg ins Bett, als es an der Tür Sturm klingelte. Liz war äußerst genervt. Sie knallte ihre Tasche in die Ecke, dass der Kaktus bedenklich wackelte.
    
    „Gott, ich hatte einen Scheißtag."
    
    „Was ist passiert?"
    
    „Ach, alles ist Kacke. Scheiß Schule, Scheiß Eltern, Scheiß alles. Und dann habe ich noch einer Freundin beim Umzug geholfen. Scheiß Idee. Und jetzt bin ich kaputt."
    
    „Oh, das tut mir leid."
    
    „Ja, oh! Das sollte es dir auch!"
    
    Sie duzte wieder.
    
    „Was kann ich für dich tun?"
    
    „Alles. Du wischst hier und jetzt meine Scheiße weg!"
    
    Ich musste die Reflexe unterdrücken, dazu etwas zu sagen. Scheinbar war ich aber nicht gut genug darin.
    
    „Stört dich meine Wortwahl, Madame? Scheiße, Scheiße, verfickte Scheiße. Du bist nicht meine Mutter, du bist meine Sexsklavin, vergiss das nicht!"
    
    Selbst wenn ich das war, dann hatte ich nicht diese Geringschätzung verdient.
    
    Aber was sollte ich machen?
    
    Hatte ich das Recht, ihr zu sagen, dass sie die Regeln unserer Beziehung verletzte? Natürlich nicht.
    
    Ich war nicht gefasst auf solche Fragen und wollte auch in dieser Situation keine Diskussion starten.
    
    „Möchtest du was trinken?"
    
    „Wodka ...
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