1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... ihrer Wortwahl Ausdruck verliehen hatte, da hatte sie sofort mit einer verklausulierten Drohung reagiert. Wir waren nicht gleichberechtigt. Selbst in dieser Situation nicht.
    
    Liz war nicht so harmlos, wie sie sich gebärdete. Was sie tat, geschah voller Absicht. Sie war die Katze und sie spielte mit der kleinen Maus.
    
    Ich war unsicher, wie ich weiter verfahren sollte. Sollte ich in die devote Rolle schlüpfen, darin Zuflucht suchen und damit meine Erniedrigung legitimieren und genießen? Oder sollte ich, was mir näher lag, meine Abneigung ausdrücken, Rückgrat zeigen und mich der Fragen verweigern?
    
    Liz merkte, dass ich zögerte.
    
    „Nun?"
    
    „Ich mag es einfach. Es ist schön."
    
    „Jetzt veräppeln Sie mich aber. Sie haben all diese schicken Wörter, aber Ihre Antwort ist: Es ist schön? Kommen Sie, das können Sie besser!"
    
    Ich hörte aus ihrer Stimme hinter dem Humor, den sie transportieren sollte, diesen dumpfen drohenden Oberton. Scheinbar waren wir auf dem Weg in die gewohnten Rollen zu fallen. Liz merkte das wohl auch und milderte ihren Appell ab, in dem sie selbst antwortete.
    
    „Ich erkläre Ihnen, was ich daran finde. Ich habe gelesen, dass Leute, die ganz viel Macht und Verantwortung in ihrem Job haben, dazu neigen, devot zu sein in ihrer Freizeit und sich zu unterwerfen, weil sie dann mal loslassen können und so. Und auf der anderen Seite müssten ja dann diejenigen, die in ihrem richtigen Leben keine Macht haben, Lust darauf haben, dominant zu sein, weil sie in ...
    ... ihrem richtigen Leben ja nichts zu sagen haben."
    
    Ich nickte, ich hatte auch schon davon gehört.
    
    „Nun, das könnte auf uns ja zutreffen. Ich meine, Sie sind doch jemand mit viel Verantwortung und Macht und so. Sie können Noten geben, wie Sie wollen und müssen ständig kluge Entscheidungen treffen. Kann ich verstehen, dass es manchmal stressig ist Lehrer zu sein."
    
    Ich nickte wieder, aber lediglich zu ihren Ausführungen zum Stress des Lehrerberufes, nicht zu meinen devoten Neigungen, die sie aus meinem Job ableitete.
    
    „Aber ich glaube, auf mich trifft das nicht zu. Ich meine, so theoretisch bin ich ja die, die keine Macht hat, und Sie haben alle Macht in der Welt. Aber ich fühle mich gar nicht so. Ich bin noch jung und Schülerin und so, da kann ich gar keine Macht haben später. Aber Sie können sicher sein, dass ich mich nicht rumkommandieren lasse. Ich lasse mir nichts gefallen. Ich brauche niemanden, der schwach sein will, damit ich mich stark fühlen kann. Ich bin stark. Auch ohne Sie. Verstehen Sie?"
    
    Innerlich musste ich lächeln. Offensichtlich hatte diese Theorie, von der sie gelesen hatte, sie beleidigt. Aber ich gab ihr recht. Ihr Auftreten war geprägt von Souveränität. Wahrscheinlich konnte man sie wirklich als eine dieser Alpha-Mädchen bezeichnen, von denen man schon mal las.
    
    „Ich mag es einfach, wenn die Dinge so laufen, wie ich das gerne hätte. Ich meine, Sie liegen mir zu Füßen. Sie sind so geil auf mich, dass Sie alle möglichen Unannehmlichkeiten auf sich ...
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