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Ich Wünschte...
Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM
... berührten. Sie machte immer wieder einen Schritt zurück, und ich kam hinterher, bis ich sie an die Wand gepinnt hatte. Und dann flüsterte ich mit so einer Schlafzimmerstimme: Oh Baby, das kannst du mir nicht antun! Ich bin doch so scharf auf dich! Und dann setzte ich ihr einen, fetten Kuss auf den Mund. So einen richtig feuchten, stieß sie weg und lachte." Sie trank wieder an ihrem Kaffee und spielte mit ihren Lippen. Ich fragte mich, ob sie das absichtlich tat, um mich anzumachen. „Und wissen Sie was? Ich glaube sie war total enttäuscht, als ich sie weggestoßen hatte. Ich glaube, sie wollte, dass ich sie küsse und verführe und so. Ich konnte es in ihren Augen sehen. War schon komisch. Aber nee, war nicht so mein Ding, damals. Ich glaube, ich hätte sie damals haben können, wie ich jetzt Sie habe. Aber damals habe ich nicht daran gedacht. Und Sie sind auch die bessere Wahl. Von wegen höher und so. Sie verstehen. Wie ist es bei Ihnen? Nicht mal ein Kuss? Immer hetero gewesen?" Ich nickte. „Immer hetero gewesen. Ich hatte nie was mit Frauen. Nicht mal einen heißen Kuss in der Disco." „Tja, so kann's gehen. Da sind wir beide wohl füreinander bestimmt gewesen. Gestern noch standen wir beide auf Männer, heute schon saugen wir uns gegenseitig an den Titten und lecken uns!" Der unvermutete Wechsel ihrer Wortwahl störte mich. Gerade noch hatten wir so ein fast freundschaftliches Gespräch geführt, nun zerstörte sie die Stimmung durch ihre vulgäre ...
... Ausdrucksweise. Eine leichte Traurigkeit schwappte über mich. „Ich will hier ja nicht blöd kommen, aber Sie müssen mal ein wenig lockerer werden." „Wahrscheinlich hast du recht, aber das ist einfach nicht meine Sprache. Wir unterscheiden uns da wohl." „Wissen Sie, ich könnte Sie ja einfach zwingen. Wie bei den Simpsons. Schreiben Sie hundertmal ‚Ich lecke Fotzen'." „Das könntest du wohl tun." Meine Stimme war spröde und zeigte meine Abneigung. Ich wollte sie nicht provozieren, aber sie sah es mir nach. „Keine Sorge, ich bin quasi außer Domina-Dienst heute. Vielleicht später." „Das ist dein gutes Recht." „Das ist es in der Tat. Aber ich wollte noch was anderes wissen." „Bitte." „Waren Sie schon immer so, wie nennt man das, wenn man sich rumschubsen lässt ... devot?" „Das ist wohl das Wort." „Waren Sie schon immer so?" „Nein. Nie, bisher zumindest nicht." „Was ist mit ihrem letzten Typen. Hatte der die Hosen an?" Ich musste an Hans denken, und ich erkannte, dass ich ihn in einer entfernten Schublade abgelegt hatte. Ich musste in meinen Gedanken kramen, um ihn hervorzuholen. Wie lange hatte ich ihn nah an meinem Herzen gehabt, erst aus wahrhaftigem Schmerz und dann aus selbstmitleidigem Masochismus? Er war Tag und Nacht in meinem Kopf gewesen für eine sehr lange Zeit. Und nun musste ich erkennen, dass ich lange nicht mehr an ihn gedacht hatte. Und an ihn zu denken fühlte sich nicht mehr an als würde ich mich mit einer rostigen Rasierklinge ...