1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... Höhepunkt, wie in Watte gepackt, wie durch weiche Filter erlebt.
    
    Ich konnte es nicht beschreiben. Es war ein Höhepunkt anders als alle, die ich je zuvor gehabt hatte. Nicht unbedingt intensiver, nein genau im Gegenteil. Entrückter.
    
    Und als er so verklang, als er abebbte, da überkam mich eine schwere Trauer. Denn ich wusste, dass ein solches Gefühl nicht mehr wieder kommen würde. Was ich in diesem Moment erlebt hatte, war etwas Singuläres, das man nicht wiederholen konnte, das sich nicht reproduzieren ließ.
    
    Eine weitere Träne lief mir die Wangen hinunter.
    
    Und dann hielt Liz mir ihre Hand hin. Sie hatte zwischen meinen Beinen geruht, als der Höhepunkt über mich gespült war.
    
    Sie war noch feucht und roch nach meinen Säften. Ich streckte meine Zunge aus und leckte sie ab, schmeckte die salzige Flüssigkeit, keine Erregung, keine Hingabe. Es war eine Geste der Unterwerfung, aber in erster Linie der Dankbarkeit.
    
    Dieser Geschmack!
    
    Als sie ihre Hand wegnehmen wollte, hielt ich sie fest, hielt sie an meine Nase. Der Geruch ihrer Haut und der Geruch meiner Begierde verbanden sich in ihr.
    
    Sie beließ sie dort und streichelte meinen Kopf mit der anderen.
    
    Ich kann mich nicht erinnern, mich jemals so geborgen und zufrieden gefühlt zu haben.
    
    „Ruhen Sie sich aus. Alles ist gut.", waren ihre letzten Worte, bevor ich einschlief.
    
    Einunddreißig
    
    Als ich aufwachte, war sie verschwunden. Draußen war es dunkel. Ich war allein. Eine einzelne Kerze brannte und ...
    ... spendete mir ein wenig Licht. Ich versuchte aufzustehen, aber sobald ich mich auf den Po setzte, kamen die Schmerzen wieder. Dumpf pochend.
    
    Es dauerte ein wenig, bis ich aufstehen konnte, und ich musste mich vorsichtig und umständlich aufrichten.
    
    Im Spiegel im Flur, wo sie mich so wild geküsst hatte, begutachtete ich meine Wunden. Ich hatte einige blaue Flecken, und einige Striemen waren noch zu sehen, aber gemessen an den Schmerzen hatte ich Schlimmeres erwartet, hatte blutige Wunden und Narben vermutet.
    
    Ich bückte mich und hob die Krokodilklemmen auf und spielte mit ihnen.
    
    Dann ging ich in die Küche, trank einen Schluck Mineralwasser, schüttete dann zur Hälfte Rotwein in das Glas und trank es in einem Zug aus. Dabei stand ich etwas unschlüssig in meiner Küche. Normalerweise lehnte ich mich an meine Arbeitsplatte oder setzte mich auf einen Hocker, aber beides war keine Option in diesem Moment.
    
    Ich stand dort und trank meine Rotweinschorle und fühlte mich deplatziert in meiner eigenen Küche.
    
    Erst später sollte mir das, was in meinem Wohnzimmer geschehen war, Angst bereiten. Ja, ich machte mir wirkliche Sorgen um meinen geistigen und seelischen Zustand. Ich bekam Angst wegen dem, was ich mit mir hatte anstellen lassen, ich bekam Angst ob der Gefühle, die ich verspürt hatte. Ich bekam Angst, was alles in mir schlummerte. Diese Fragen quälten mich eine Weile, aber eben nicht dort in der Küche an jenem Abend.
    
    An jenem Abend in der Küche fühlte ich mich im Reinen mit ...
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