1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... ein Schluchzen, ich konnte meine eigenen Worte nicht verstehen.
    
    Irgendwann ging es nicht mehr. Ich ertrug es nicht mehr. Mein Fleisch war so roh geprügelt, meine Schmerzen so wahnsinnig, dass ich nicht mehr zählte, ich wiederholte nur noch ein einziges Wort, das aber im Brei meiner Tränen, meiner Stimme nicht mehr zu hören war.
    
    „Bitte"
    
    „Bitte"
    
    „Bitte"
    
    Ich winselte um Gnade.
    
    Was ich mir nie hätte vorstellen können, tat ich nun. Ich winselte, ich bettelte um Gnade. Ich ließ es zu, dass eine Rotzgöre mich verprügelte, mir Schmerzen zufügte, wie ich sie im Leben nie ertragen hatte. Ich ließ das alles geschehen. Nicht, weil es mir einen Kick gab, es mich geil machte oder dergleichen. Sondern weil ...
    
    Die Wahrheit war, dass ich es nicht wusste. Ich ließ es einfach geschehen, weil sie es wollte, weil es ihr gefiel. Ich hätte mich von dem Tisch rollen können, ich hätte mich ihr verweigern können. Stattdessen ließ ich alles geschehen und winselte um Gnade.
    
    Die Tränen liefen mir in Strömen über die Wangen, aus meiner Nase lief der Rotz, Speichel rann aus meinen Mundwinkeln.
    
    „Bitte"
    
    Aber sie kannte keine Gnade. Sie schlug weiter und ließ mich zählen, wenn es auch nur noch ein Wortbrei war, den ich hervorbrach.
    
    Schließlich rutschte ich vom Couchtisch, stieß dabei die halbvolle Bierflasche um, die sich auf meinen Teppich ergoss und rollte mich wie ein Fötus zusammen.
    
    Ich heulte in den Teppich und wiederholte nur noch mechanisch die ...
    ... Worte.
    
    „Bitte"
    
    „Bitte"
    
    „Bitte"
    
    Und dann hörte sie auf.
    
    Ich wusste nicht, was sie tat, vermutlich stand sie nur da. Ich nahm nichts mehr wahr als den Schmerz.
    
    Irgendwann spürte ich sie neben mir. Sie kniete sich zu mir, legte den Bademantel vorsichtig über meinen Körper, wischte mir die Tränen weg und das Gesicht ab und strich über meine Haare. Sie richtete mich ein wenig auf, und umarmte mich, und ich umarmte sie und weinte nur noch mehr.
    
    Sie hielt mich, sie hielt mich fest umschlungen, und ich fand unglaublichen Trost in dieser Geste. Ich weiß nicht, wie viel Zeit verging in dieser Umarmung. Doch irgendwann ließen die Schmerzen nach und auch meine Tränen, und was blieb, war dieses Gefühl der Geborgenheit und der Zuneigung. Diese Dankbarkeit über ihre Gnade, aufgehört zu haben.
    
    Erst später war es, dass ich mich in der Retrospektive über mich selbst erschrak, dass ich mich fragte, wie ich so hatte empfinden können.
    
    Sie half mir auf und legte mich bäuchlings auf die Couch und verschwand dann in meinem Bad.
    
    Schließlich kam sie zurück, setzte sich zu mir auf die Lehne und begann vorsichtig, ganz vorsichtig mich mit einer Hautcreme einzureiben.
    
    Vorsichtig, ganz vorsichtig berührten ihre Finger meine geschundene Haut, und wenn ihre ersten Berührungen noch schmerzten, so wichen diese mehr und mehr.
    
    Ich ließ mich fallen, erschöpft ließ ich die Dinge geschehen, ließ ihre Hände über meinen Po gleiten, ließ mir die Schmerzen wegstreicheln.
    
    Eine letzte Träne lief meine ...
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