1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... Nein, ein Kuss war es eigentlich nicht, es war ein Biss. Ich spürte ihre Zähne, ich hörte, wie sie saugte.
    
    Ihre rechte Hand hielt derweil meine Haare fest im Griff, ihre Linke fuhr hektisch und erratisch über meinen Körper, meinen Bauch, meine Hüften.
    
    Ich wollte mich dem hingeben, was ich gerne als Kuss interpretiert hätte, aber ihre Stärke und das Suchen ihrer Hand faszinierten mich, denn sie degradierten mich zu einem Objekt.
    
    Ich hatte mit diesem Begriff der Frauenbewegung nie viel anfangen können. Nun machte er plötzlich Sinn. Es ging ihr nicht um mich, um meine Gefühle, um was auch immer. Es ging ihr nur darum, mich zu besitzen. Ihr Knutschfleck war kein Zeichen von Zuneigung, sondern wie ein Brandzeichen, ein Symbol, dass ich ihr gehörte. Sie hinterließ ihre Spuren auf meinem Körper. Ihre Hand, die über meinen Körper glitt. Es war sonderbar. Ich fragte mich, was sie suchte.
    
    Ich ließ es geschehen.
    
    Schließlich riss sie meinen Kopf zu sich, und unsere Lippen trafen sich. Ich schmeckte den Bier- und Zigarettengeruch ihres Atems, ihre Zunge drang tief in meinem Mund ein und ergriff Besitz von meinem Körper. Ich schloss die Augen und genoss es, genoss es alles. Meine Knie begannen zu zittern, aber ihr Griff blieb fest und unerbittlich. Er hielt mich.
    
    Ich vergaß mich, vergaß mich in dem Kuss.
    
    Und dann wie ein Blitz plötzlich der Schmerz.
    
    Sie hatte die Klemmen von meinen Brüsten geschlagen und das Blut, das in die geschundenen Warzen schoss, wusch den ...
    ... Schmerz in mein Hirn.
    
    Ich sog die Luft tief ein, schlug die Zähne aufeinander vor Überraschung, dass ich fast auf ihre Zunge gebissen hätte.
    
    Mein ganzer Körper versteifte sich. Ich bemerkte, wie ihre linke Hand meiner erhärteten Bauchmuskeln erfühlten.
    
    Ich wollte mich wegdrehen, zusammenkrümmen, um dem Schmerz zu entgehen, aber sie ließ es nicht zu.
    
    Stattdessen drängte ihre Zunge wieder in meinen Mund und ich hörte ein gutturales Lachen.
    
    Sie verstärkte den Griff in meine Haare und griff nun roh nach meinen Brüsten, die in Flammen standen vor Schmerz.
    
    Ich zuckte zusammen, als sie sie betatschte.
    
    Der Schmerz ließ nur langsam nach.
    
    Schließlich löste sie sich von mir, zwang mich erneut zu einem Blick in den Spiegel und sprach:
    
    „Sehen Sie sich an! Das sind Sie, ein kleines Flittchen, das sich zur Nutte machen lässt und sich daran auch noch aufgeilt!" Sie lachte, und in meinen Augen formten sich zwei kleine Tränen.
    
    „Ich werde es Ihnen zeigen!"
    
    Sie zerrte mich grob zurück ins Wohnzimmer an meinen Haaren und schubste mich auf den Boden, auf den Flokati vor meinen Wohnzimmertisch.
    
    Ich blieb dort liegen und wischte die Tränen weg, während sie in ihrer Tasche kramte. Ich wollte nicht, dass sie mich weinen sah. Ich wollte nicht, dass sie meine Schwächen so eindeutig sah.
    
    Ich wollte das alles nicht.
    
    Ich wollte es nicht.
    
    Und doch hätte ich es um alles in der Welt nicht stoppen können.
    
    Ich konnte es nicht.
    
    As ich das zischende Geräusch hörte, ...
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