1. DAS KOMMT VOR


    Datum: 01.12.2019, Kategorien: 1 auf 1,

    ... jeder seinen Cocktail hatte hob Gerald sein Glas und sprach als Trinkspruch " Auf gute Nachbarschaft" aus. Sabine und Karin hoben ebenfalls ihr Glas und sprachen den Trinkspruch nach.
    
    " Ich werde dann mal anfangen", sagte Gerald als er zum Griller ging und das erste Grillgut darauf legte. Wiederum hörte er hinter sich leises Tuscheln. Er wollte die Beiden schon darauf ansprechen, da hörte er wie ihn Karin mit " Gerald" ansprach. " Ja?", fragte er über die Schulter zurück. " Entschuldigen sie bitte, wenn ich so direkt frage", sprach Karin weiter, " wo ist ihre Frau?" " Ich bin alleinstehend", antwortete Gerald, " um genau zu sein, geschieden." Kurz herrschte Stille dann hörte er wie Sabine " Das kommt vor" sagte. Nun herrschte tatsächlich Schweigen, weder Gerald noch Sabine oder Karin sprachen ein Wort, nur das Brutzeln des Grillgutes war zu hören.
    
    Gerald war die Situation unangenehm, so sehr hatte er sich auf diesen Abend gefreut und jetzt das. Daher war er froh, dass das Fleisch schon gar war und mit einem fröhlichem " Die Teller bitte", spießte er das erste Stück auf und hielt es in die Luft. Sofort wurden ihm die Teller gereicht und er verteilte das Essen. Schnell legte er noch nach und wollte sich setzen, da fiel ihm ein, dass er vergessen hatte nach den Getränkewünschen zu fragen. " Was darf ich zu trinken anbieten", fragte er in die Runde. Sabine und Karin meinten darauf, dass sie ja noch ihre Cocktails hätten und sie momentan nichts wollten.
    
    Das Essen verlief ...
    ... eher ruhig, alle drei griffen mit gutem Appetit zu. Sabine und Karin sprachen über ihr neues Heim, welche Vorstellungen sie hatten und waren entzückt, als sie hörten, dass Gerald Tischler war. Als alle drei, nachdem sie fertig waren, satt und zufrieden in ihren Stühlen lehnten, holte Gerald für die Frauen Wein und für sich selbst Bier. Nachdem er sich gesetzt hatte, ergriff Sabine das Wort.
    
    " Ich schlage vor, dass wir das " Sie" lassen und auf das " Du" übergehen."
    
    " Gerne", antwortete Gerald, " mich stört es keineswegs."
    
    " Fein", fiel Karin ein, " dazu gehört aber auch der Bruderkuss." Sie stand auf, ging zu Gerald und küsste in auf seine beiden Wangen. Sabine tat anschließend das Gleiche. Wie lange hatte Gerald Laim nicht mehr weibliche Lippen auf seinem Gesicht gespürt. Die letzte Frau, die ihn geküsst hatte, war seine Tochter Marie gewesen, als sie vor 5 Monaten zu Besuch gewesen war. Jetzt als ihn die beiden attraktiven Frauen küssten und wenn es auch nur auf die Wange war, merkte er, wie sehr er es vermisste. " Danke", sagte er, " ich habe das wirklich vermisst."
    
    " Was denn", fragte Karin.
    
    " Die Lippen einer Frau zu spüren", antwortete Gerald wahrheitsgemäß.
    
    " So schlimm?", fragte jetzt Sabine mitfühlend nach. Gerald zuckte nur mit seinen Schultern.
    
    " Also Gerald, warum bist du geschieden?", fragte Sabine jetzt forsch, " du bist doch ein attraktiver, beruflich erfolgreicher Mann. Außerdem siehst du wirklich nicht wie ein Langeweiler aus."
    
    " Ich ...
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