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Eigentlich wollte ich nur Zigarette
Datum: 22.08.2019, Kategorien: Erotische Verbindungen
... Liebster." "Gute Nacht Traumfrau." Wir hätten so die ganze Nacht hindurch weiter machen können. Nach etlichen Küssen durch den Draht beendeten wir das Gespräch dann doch. Es tat mir in der Seele weh, doch ich wollte auch die Impulse, die ich spürte, nicht wieder unterdrücken. Mit meiner Bierdose ließ ich mich, mit gewohnter Aussicht auf meine Nachbarschaft, in meinen Balkonstuhl sinken. Der Tag endete, wie er begonnen hatte, auf diesem einfachen Stuhl. Die Eindrücke und Bilder sausten im Zeitraffer noch einmal an mir vorüber. Charlotte erschien jedoch immer wieder als Hauptfigur, auch wenn sie nicht die ganze Zeit die Hauptrolle gespielt hatte. Eigenartig, wie diese drei Frauen sich ergänzten. Wie sie keine Befangenheit zu kennen scheinen, bereit sind, alles auszuprobieren und dabei auch miteinander zu teilen. Hatte ich jemals einen ähnlichen Tag erlebt, gab es irgendetwas Vergleichbares in all den Jahren? Nein, und das war nicht nur die Tatsache, dass ich Sex mit drei Frauen hatte, das war sogar eher nebensächlich. Der Wunsch in mystische Tiefen einzutauchen, intensiv zu spüren, war so alt wie ich selbst. Aber niemals war ich einer Frau begegnet, die von sich aus, dieselben Wünsche hatte wie ich. Glück, das heißt, wenn zwei das Selbe wollen und sich finden. Ich hatte dieses Glück in Form einer jungen Pflanze und wusste, ich will es hegen und pflegen, damit sie auf einem fruchtbaren Boden gedeihen kann. Ergänzend zu Charlottes innigem Begehren brachen ...
... Susi und Ilona zwei weitere Aspekte in unser Quartett. Susi, eher distanziert, liebevoll den Überblick bewahrend und gleichzeitig in einer seltsamen Form ekstatisch. Ilona eher aggressiv, fordernd mit einem Drang die Dinge kurz und knapp zu erledigen. Sie erschien mir als die Lebens- und Erlebnishungrigste unter den Dreien. Trotzdem war sie nicht überhastet, nicht überschnell, konnte auch warten. Intensität auskosten und hinauszögern, um mehr zu bekommen. Charlotte wollte mich und ich wollte sie. Wir begehrten uns mit Haut und Haar, ganz oder gar nicht. Ihr Einfallsreichtum und die Frechheit einer Pubertierenden machten sie reizvoll. Ich liebte alles an ihr, die Eigenwilligkeit gleich wie die Unsicherheit, die sie zeigen konnte. Die Schockwirkung, die sie ausüben konnte, gepaart mit sinnlichem Begehren, das sie mich spüren ließ ... Charlotte war eine verführerische Nymphe. Göttin, Heilige und Hure, in einer Person. Ich war verrückt nach ihr. Besessen von ihr! Ich sah auf die Uhr. Es war drei Uhr morgens. Nach dem letzte Zug an meiner Zigarette und dem Versuch der Bierdose noch den letzten Tropfen, der sich immer am Rand festhängt, zu entlocken, ging ich ungewaschen zu Bett. Ich wollte die Eindrücke des Tages noch nicht abbrausen, sie auf meinem Körper mit in den Schlaf nehmen. Bevor ich das Licht ausknipste, roch ich noch einmal am Höschen von Charlotte, sog noch einmal ihren Duft ein und ließ mich in die Kissen sinken. Ich hatte lange und tief geschlafen in dieser ...