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Eigentlich wollte ich nur Zigarette
Datum: 22.08.2019, Kategorien: Erotische Verbindungen
... ...", flüsterte sie hinter vorgehaltener Hand",die haben wir erschreckt." Die Straßenbahn kam. Wir stiegen ein. Die Dame suchte sich einen Platz ganz vorne beim Chauffeur. Es war ihr in unserer Nähe wohl zu unheimlich. Die ganze Fahrt über versuchte Charlotte, meine Hände entweder zwischen ihren Schenkeln einzuklemmen, oder durch die Ärmel ihrer Bluse seitlich an ihrem Busen festzuhalten. "Wir erregen öffentliches Ärgernis, wenn du nicht aufhörst, damit." Dies sollte sie davon abhalten, schien jedoch eher ihre Fantasie anzuregen, als zu dämpfen. Die Straßenbahn hielt an unserer Station. Wir gingen über die Straße und standen vor ihrem Geschäft. "Kommst du mit nach oben, oder sollen wir zu dir gehen?" "Ich komme gerne an einem anderen Tag mit, wenn wir mehr Zeit für eine Besichtigung deiner Wohnung haben. Es fällt mir schwer Charlotte, aber heute würde ich gerne alleine nach Hause gehen. Es ist viel passiert und ich brauche einige Stunden für mich." "OK", sagte sie knapp und begann, nach ihrem Schlüssel zu kramen. "Ich möchte nicht, dass du mich falsch verstehst. Ich muss das alles erst einmal verdauen. Liebend gern wäre ich die ganze Nacht mit dir zusammen, ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als dich bei mir zu haben. Und doch ich spüre es, bevor ich wieder beginne, einen Wall als Distanz aufzubauen, muss ich lernen zu sagen, was ich wünsche." Ich sah sie an. "Entschuldige, ich wollte dich nicht in Bedrängnis bringen. Auch ich muss ...
... wahrscheinlich noch lernen, deine Wünsche zu nehmen, wie sie sind, ohne gleich zu denken, du liebst mich nicht mehr." "Lass uns weiter Wünsche äußern und auch respektieren. Das ist die beste Basis dafür, dass wir uns nichts vorzumachen brauchen." Dazu gab ich ihr einen kleinen Kuss auf die Stirn. "Wann sehen wir uns morgen?", wollte ich noch wissen. "Bist du im Büro?" "Nein ich hab' einen Urlaubstag genommen, um das lange Wochenende zu genießen." "Ich muss arbeiten, mein Geschäft öffnen. Ich werde dich einfach anrufen und wenn du vorher weggehst, kannst du mir ja schnell Bescheid geben." Ich spürte, dass es ihr nicht leicht fiel, meinen Wunsch zu akzeptieren. "Ich danke dir für dein Verständnis, und bitte vergess' bis morgen nicht, dass ich dich abgöttisch liebe." Der Abschied war für und beide nicht leicht. Nach einer Zweiten und anschließenden Dritten Umarmung trennten wir uns. Sie blieb noch unter der Haustüre stehen, ich drehte mich alle zwei Schritte nach ihr um, bis die Straßenecke mir die Sicht nahm. Ich war kaum in meinen vier Wänden, hatte eben im Kühlschrank Ausschau nach einer Bierdose gehalten und diese am Ring aufgerissen, als das Telefon klingelte. Ich meldete mich wie immer. "Johann Damm?" "Ich bin's", hauche Charlotte am anderen Ende",ich muss dir's noch einmal sagen: Ich liebe dich. Ich versuche, dich zu verstehen, aber du fehlst mir sehr." "Du fehlst mir auch." "Es war schön, deine Stimme noch einmal zu hören. Bis morgen ...