Der Pornograf XI - 12
Datum: 22.10.2018,
Kategorien:
Romane und Kurzromane,
... zurück.
„Ich hab gehoffd, wir gönnen noch amal zusamme - du weischd schon ... Egon is abends zur Zeid arg müd", kam es wieder ganz ihrer Art entsprechend, fast schüchtern, raus.
Schweinehund erklärte mir prompt, morgen sei ein freier Abend für mich, Lis hätte schon ihren Teil, Gina sei
unpässlich
und Kim hätte eine Verabredung in der Stadt. Sie war zu einem Essen beim Bürgermeister eingeladen.
„Meinst du, wir sollten uns morgen einmal ein paar Stunden in der Höhle treffen?", fragte ich ganz harmlos zurück. Ich kam mir vor, als sei ich ebenfalls ein Frauenflüsterer. Britta stieß sogar ihr Sektglas um, als sie mir um den Hals fiel. Dabei bemerke ich es erstmals, was eigentlich selbstverständlich war, ihre dunkelbraunen Kopfhaare waren nachgewachsen -- und zwar hellblond. Sie war aber wohl zu beschäftigt oder zu sparsam, da etwas dagegen zu tun. Ich empfahl ihr, mit meiner Chefeule Doris zu sprechen. Die kannte sie natürlich Mittlerweilen ebenfalls. Die könnte ihr ein passendes Haartönungsmittel bestimmt beschaffen.
Doch Britta meinte, das hätte sie sich ja bei einem der vielen Besuche bei Cesare selbst beschaffen können. Sie wolle die Farbe jedoch etwas mehr auswachsen lassen, und auf Blond zurückschalten. Das sei vor allem hier in Italien sehr gefragt und ihre alte, künstliche braune Haarfarbe, sei sie sowieso leid.
Ich war schon immer der Meinung, Frauen und Haare sind ein ganz eigenes Problem. Der Termin für den nächsten Abend aber stand. Treffen vor ...
... der dritten Kaverne, links, um 21 Uhr.
***
Der nächste Tag unterschied sich kaum von den anderen Tagen. Morgens Besprechung im Verwaltungsbau. Schnelles Mittagessen mit Lis. Nachmittag Besprechung mit Luigi, inzwischen mehr Chefdekorateur als Fahrer. Der Verlag in Rom hatte neue Dekorationen für ihre Bildheftchen verlangt. Die Comic-Nackedeis sollten sich ab Herbst mehr in der
Zukunft
herumtreiben. Also irgendetwas Ultramoderne sollte es sein. Auch unsere inzwischen eigene kleine Schneiderei für bestimmte Model-Bekleidungen musste mit passenden Science-Fiction-Kostümen dazu, beauftragt werden. Der dortige Schneider und seine zwei Gehilfen wollten partout nicht begreifen, was gewünscht war. Doris hatte die Lösung. Tonio musste nach Neapel, einige dieser japanischen Comic-Hefte zu besorgen, wo sich zuhauf derartige gezeichnete Wesen herumtrieben. Endlich sprang der Funken über.
Damit ich mich nicht langweilte, war noch eine Seminarbesprechung angesetzt: Freitag ist ja die große Prüfung. Ich hatte meine Genehmigung zu den Prüfungsaufgaben zu geben. Ein ganz normaler Tag halt.
Der Abend war allerdings sehr erfreulich. Schnell hatte ich Britta ertastet. Es waren nicht allzu viele Besucher da. Etwas eng wurde es in der Lusthöhle meist nur samstagabends. Ich finde es ist fast unnötig, von unserem Abend viel zu erzählen. Abenteuer in der Höhle habe ich ja schon genug geschildert. Nur soviel, lediglich um damit zu zeigen, unsere zukünftige Model-Beraterin für Neubrück ...