Der Pornograf XI - 12
Datum: 22.10.2018,
Kategorien:
Romane und Kurzromane,
... Privat unterscheiden.
Aber es gab auch etwas, was meine Frauen bereits glaubten, festgestellt zu haben: Egon hatte immer die schönsten Models um sich. Ich achtete einmal darauf, er suchte sich die beileibe nicht aus, sie bemühten sich selbst um ihn.
Es war schon Anfang der letzten Seminarwoche, da hatten wir eines Tages zu wenige Models da. Einer der Busse, welche sie aus dem Hinterland holen sollte, bekam auf der Hinfahrt einen Motorschaden. So hatten wir für 24 Seminaristen nur 12 Models. Da flüsterte mir Egon zu, ich solle doch kurzerhand seine Frau einmal testen, ob sie denn, was Model Beschaffung angehe, nicht schon etwas dazugelernt hatte. Da der Anruf des Busfahrers besagte, die Models währen auf den nächsten Tag vertröstet, die Endprüfung rückte aber immer näher und ein anderer Bus war nicht frei, nahm ich diesen Vorschlag an. Britta war bei Pippina, sie hatte eigentlich 2 Stunden Kopierdienst, die schnellste Art es zu lernen mit den Maschinen umzugehen.
Britta guckte mich etwas groß an, als ich ihr den Auftrag erteilte ein Dutzend Models, für gleich nach der Mittagspause zu beschaffen. Sie zeigte aber was sie bereits gelernt hatte. Nicht, dass sie in die Stadt fuhr oder wie wild herumtelefonierte, sie bequatschte völlig harmlose, wenn auch halbwegs gut aussehende, Mitarbeiterinnen des Fotoparks, überredete verblüffte Vorgesetzte und um 13:30 Uhr standen zwölf Models bereit. Elf etwas schüchtern, sie wussten zwar was wir hier so treiben, aber mitgemacht ...
... hatten sie alle noch nicht. Britta erkannte es aber sehr wohl, ganz im Geheimen schlummerte bei den jungen Frauen der Wunsch sehr wohl, auch einmal Model zu sein. Ach ja, das zwölfte Model war Britta selbst. Sie trimmte die anderen in kürzester Zeit so hin, dass die Seminaristen keine außergewöhnlichen Probleme mit ihnen hatten.
Das Ehepaar Höfel kam nur noch selten zum abendlichen Cocktail, dahin waren sie natürlich weiterhin eingeladen. Wie ich jedoch bereits berichtete, trieben sie sich lieber mit den neuen Kollegen rum. An diesem Abend suchte ich allerdings nach Britta. Ich hatte mich gar nicht bei ihr bedankt, für ihre gute Tat, uns da sehr schnell und ohne großen Aufwand Models zu beschaffen und diese auch noch vorzubereiten. Ich wurde kurz vor Übungsschluss abgerufen, ein großer Kunde tauchte unerwartet auf.
Als ich sie fand, wieder bei Pippina, bestellte ich sie nach Arbeitsschluss in den VIP-Lounge-Bereich, der um die frühen Abendstunden meist frei ist. Diese Zeit lockte, lieber unten am Meer zu sein. Als Britta hereinkam, grüßten wir uns natürlich. Vielleicht war der Begrüßungskuss etwas zu heftig, aber es war
sie
, die da so forsch ranging. Als ich mich dann bedankt hatte, nach dem ich für uns ein Glas Champagner aus dem Kühlschrank beschafft hatte, da auch keine Bedienung da war, meinte Britta frech:
„Magsd du mi nimmer, oder bin ich jetze nur noch die Angestellde?"
„Natürlich mag ich dich noch. Wie kommst du denn da darauf?", gab ich etwas ratlos ...