1. HomoLepus 08


    Datum: 21.10.2018, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... Erstes aufgerufen wurde. Ich hatte Platz drei belegt und das in der Gesamtwertung und war so stolz, wie es nur ging. Sandra und ich gingen zum Podest, stiegen auf die unterste Stufe mit der großen Drei darauf und drehten uns zum Publikum. Als uns dann der mehr als große Pokal überreicht wurde, ging ein wahres Blitzlichtgewitter über uns hinweg.
    
    Die nächsten Plätze gingen an eine Katze und einen Hund. Aber das war mir vollkommen egal. Ich stand nur, mit vor Stolz geschwollener Brust neben Sandra und genoss die Aufmerksamkeit, die uns entgegen gebracht wurde. Schon fast Schade, als es damit zu Ende war.
    
    Wir verließen die Halle und fuhren zurück. Am Haus angekommen rannte ich geradezu hinein und nach oben. Mutter Natur forderte ihr Recht und ich hatte Glück, dass ich es noch schaffte, denn Sandra hatte noch geistesgegenwärtig den Reißverschluss nach unten gezogen.
    
    Die Pokale bekamen einen Sonderplatz im Erdgeschoss. Noch an demselben Abend befestigte der Fahrer ein kleines Regal an der Wand, auf dem der Pokal gut sichtbar stand. Dann saßen Sandra und ich, allerdings im rosa Outfit, am Tisch und stießen mit einem mehr als guten Tropfen auf den nicht erwarteten Erfolg an.
    
    Die erste Flasche war schneller leer als erwartet, aber das machte nichts, denn schneller als gedacht stand eine Zweite auf dem Tisch. Als diese dann ebenfalls zur Neige ging, war mir mehr als schummrig. Zumindest merke ich das mehr als gedacht, als ich nach langem Sitzen zum ersten Mal wieder ...
    ... aufstand. Zuerst musste ich mich an der Rückenlehne festhalten, hatte mich dann aber nach wenigen Sekunden wieder im Griff. Langsam und etwas schwankend ging ich nach oben, um das Getrunkene wieder los zu werden.
    
    Als ich dann wieder aus dem Bad kam, hörte ich von unten etwas Musik herauf schweben, welche aus langsamen Takten zusammengesetzt waren. Daraufhin folgte ich den weichen Tönen und stand wenig später wieder im Erdgeschoss.
    
    Sandra hatte inzwischen das Licht gedämpft, die Musik angemacht und die Kerzen auf dem Tisch entzündet. Außerdem saß sie nicht mehr am Tisch, sondern stand auf einer kleinen freien Fläche und wiegte sich im Takt der Musik. Sie hatte dabei ihr Weinglas in der Hand und hielt ihre Augen geschlossen. Ob sie gehört hatte, dass ich wieder heruntergekommen war, wusste ich nicht. Zumindest zeigte sie keine Reaktion, die darauf hindeutete. Sie stand weiterhin mit einem verträumten Ausdruck im Gesicht da und hob nur ab und zu einen Arm, um an dem Inhalt des Glases zu nippen.
    
    Ich wollte sie dabei nicht stören, wollte ihre heimelige Stimmung nicht zerstören und ging so leise, wie es ging zum Tisch. Dort zog ich meinen Stuhl etwas weiter vom Tisch weg, setzte mich hin und sah ihr bei ihrem tun zu.
    
    Ihre Bewegungen waren weich, passten sich der Musik vollkommen an und bildeten eine Einheit, auch wenn sie in dem eher strengen Outfit etwas deplatziert wirkte. Dann vernahm ich eine schnellere Bewegung, als sie ihre Schuhe von den Füßen kickte und ohne diese ...
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