1. Zweibettzimmer


    Datum: 24.07.2020, Kategorien: Erotische Verbindungen

    Ich erinnerte mich noch sehr gut an den Sommer nach meinen Abiturprüfungen. Ich blätterte in einem Prospekt meiner neuen Hochschule, auf dem die Studentenwohnheime vorgestellt worden sind. Ich war überrascht, dass es auch Zwei-Bett-Zimmer gab. Es war für mich unvorstellbar, das Zimmer mit irgendjemand anderen zu teilen, den ich zudem auch nicht kennen würde. Ich schloss das kategorisch aus.
    
    Doch ich hatte die Rechnung noch nicht mit meinen Eltern gemacht. Als sie Broschüre in der Hand hielten, kamen für sie die fast doppelt so teuren Ein-Bett-Zimmer nicht in Frage. Und da ich weder BAföG bekommen werde, noch meine Eltern übermäßig Geld zuschießen wollten, blieb mir nichts anderes übrig. Fred, mein damaliger Freund, war ebenso mäßig begeistert. Für ihn gehörte es zum abendlichen Ritual, wenn wir zusammen waren, kurz vorm Einschlafen seinen Schwanz in mich zu bohren. Mir gefiel das auch. Doch wenn jemand anderes noch im Zimmer schläft, fällt das wohl leider weg.
    
    Es gab die Option eines Wunschmitbewohners. Doch in meinem gesamten Freundeskreis studierte kaum jemand in der selben Stadt. Und keiner von denen war in der Zwangslage, in ein Doppelzimmer einzuziehen. Ich konnte es keinem verübeln.
    
    Beim Studentenwerk ging es zu wie auf einem Amt. Nummer ziehen. Warten. Irgendwann wird man in drei Minuten abgefertigt. Jede Menge Papier. Ein Schlüssel. Adressdaten hier und Kontodaten da. Ich erfuhr noch nicht einmal, mit wem ich mein Zimmer teilen sollte. Ich wusste nur, ...
    ... dass es eine andere Frau sein wird, bei einem Mann wäre Fred wohl durchgedreht.
    
    Ich fuhr zu meiner neuen Bleibe. Es war ein Hochhaus. 15 Etagen. Je Etage 20 Doppelzimmer, vier Toiletten, vier Duschen, eine Küche für höchstens 10 Personen. Und im Keller ein Studentenclub.
    
    Ich fuhr mit dem Aufzug in die siebente Etage. Ich schob den Schlüssel ins Loch und öffnete die Tür. Dann stand ich in einem Raum. Links ein Bett, rechts ein Bett. Am Fenster zwei Schreibtische. Und neben der Tür zwei Schränke. Es mögen vielleicht 12 oder 13 Quadratmeter gewesen sein. Viel war es nicht. Ich entschied mich für die linke Seite. Ich warf all meine Sache in den Schrank. Und ging durch die mir unbekannte Stadt. Ich suchte meine Hörsäle, die Mensa und die Bibliothek auf. Letztere war zum Glück offen und ich konnte mich mit Lesestoff eindecken.
    
    Als ich zurückkehrte, stand die Tür bereits offen - und eine ebenso junge Frau stand auf und stellte sich als Clarissa vor. Ich setzte mich auf meinen Stuhl, während sie einräumte. Im Gegensatz zu meinem bescheidenen Wanderrucksack zog sie mit einigen Kisten ein. Stereoanlage hier, Computer da und jede Menge Krimskrams. Wir führten Smalltalk. Sie kam aus der Nähe der französische Grenze und hatte da auch Vorfahren. Sie studierte Betriebswirtschaft und ich erzählte ihr, dass ich Psychologie studierte.
    
    Ich kotzte mich über meine Eltern und das Doppelzimmer aus. Clarissa hätte auch etwas anderes nehmen können, entschied sich aber lieber für mehr ...
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