1. Meine Geschichte


    Datum: 07.03.2020, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... fesseln wollte, dann sollte er wenigstens viel Mühe damit haben.
    
    Auf der Bank liegend machte ich die Augen zu, und obwohl mir viele Gedanken durch den Kopf schossen, schlief ich ein. Tief und fest schlummerte ich, bekam nicht mit, was um mich herum passierte.
    
    Wie lange ich geschlafen hatte, wusste ich nicht. Konnte es nicht einmal ahnen. Außerdem war ich verwirrt, denn als ich eingeschlafen war, hatte ich gelegen, jetzt stand ich aufrecht. Dabei waren meine Armen über mir fixiert worden. So wie es sich anfühlte, steckten sie in breiten, ledernen Armbändern genauso wie die Beine. Dabei waren meine Extremitäten X-förmig voneinander ausgestreckt.
    
    Sehen konnte ich nichts. Man hatte mir eine Art Kapuze über den Kopf gestülpt, die aber aus relativ dünnem Stoff bestand. Ich konnte erkennen, dass vor mir zwei Lichtpunkte waren, die auf einmal flackerten. Irgendwer oder irgendetwas musste gerade daran vorbei gegangen sein. Anders lies es sich nicht erklären. Wenn ich mich noch in dem Keller befand, wovon ich einfach mal ausging, dann musste ich im Moment an einem Andreaskreuz gefesselt sein, welches seitlich von der Streckbank an der Wand montiert worden war. Eine Konstruktion aus schweren, schwarzen Balken, die stabil ausgesehen hatte. Wie man es geschafft hattet, mich hierher zu bringen, ohne dass ich aufgewacht war, blieb mir ein Rätsel.
    
    Als die Kerzenflammen flackerten, wurde mir erst richtig bewusst, dass ich anscheinend nichts mehr anhatte, denn denselben ...
    ... Lufthauch, der die Flammen getroffen hatte, spürte ich kühl auf meiner Haut.
    
    „Hallo! Wie ich sehe, sind sie wach!", hörte ich auf einmal dieselbe weibliche Stimme, die ich schon im Dunkeln gehört hatte. „Wie fühlen sie sich? Ein schreckliches Gefühl alleine und ausgeliefert zu sein, ich kenne das gut!"
    
    Jetzt kam mir die Stimme bekannt vor, da sie länger zu mir sprach. Ich hatte sie schon einmal gehört, vor nur kurzer Zeit. Also versuchte ich es einfach. Was hatte ich zu verlieren. Ich konnte einen Schuss ins Blaue wagen.
    
    „Samira? Bist du das?", fragte ich und versuche eine Stimme erklingen zu lassen, die sich gesetzt und sicher anhörte.
    
    „Natürlich bin ich das. Wer sonst?"
    
    „Was machst du hier, wie bist du hereingekommen!"
    
    „Oh, gleich zwei Fragen. Sagen wir es mal so, ich brauchte nicht hereinkommen, ich bin schon lange hier. Und was ich hier mache? Na na, wir wollen uns doch nicht jeden Spaß verderben. Lassen sie sich überraschen!"
    
    Ich erschrak gewaltig, als mir das Säckchen vom Kopf gerissen wurde und ich freie Sicht bekam. Ich musste zweimal blinzen, konnte dann alles klar erkennen.
    
    Tatsächlich stand Samira vor mir. Sie hatte ihr Lächeln aufgesetzt, was ich schon kannte und sah mich mit strahlenden Augen an. Allerdings kam mir merkwürdig vor, was sie trug. Ihr Oberkörper wurde nur von einem wenige Zentimeter breiten, schwarzen Stoffstreifen bedeckt, der einmal über ihre kleinen Brüste lief. Genauso war es bei ihrem Unterleib, nur war er hier etwas ...
«12...414243...67»