1. Meine Geschichte


    Datum: 07.03.2020, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... stellte sich wieder große Lust bei mir ein. Ich hätte es niemals für möglich gehalten, immerhin war ich keine zwanzig mehr und normalerweise regenerierte sich mein Körper sich in der Geschwindigkeit. Doch hier war es anders.
    
    Mein Atem kam schneller und schneller, dabei musste ich mich körperlich kaum anstrengen. Es wurde alles mit mir gemacht.
    
    Doch nicht nur mein Atem kam mit erhöhter Frequenz. Auch der Körper über mir wurde schneller. Er hob sich soweit an, dass ich fast herausrutschte, wartete einen Moment, um dann mit immer größerer Geschwindigkeit herunterzustoßen. Kam er dann herunter und prallte auf mich, hatte ich jedes Mal den Eindruck, als wenn ich noch tiefer, hineingleiten würde.
    
    In mir begann es wieder zu kochen und der Druck stieg erneut auf ein großes Maß. Dabei konnte ich nicht vermeiden, dass ich schon wieder am Ende angekommen war. Was mit mir getan wurde, war einfach zu intensiv. Doch auch dieses Mal hielt es nicht an, oder wurde weniger. Mit derselben Geschwindigkeit wurde weitergemacht, wurde sogar noch erhöht, als ich kurz davor war.
    
    Ich schrie auf, spürte eine Mischung aus Lust und Schmerz in mir aufsteigen. Dann explodierte ich. Erneut schoss mein Same heraus, versuchte auch diesen Ort zu überfluten, der meinen Dicken ummantelt hielt. Dabei meinte ich ein anderes, höheres Stöhnen zu hören, vielleicht war es auch mein eigenes oder ein Echo, was von der Wand zurückgeworfen wurde.
    
     Nur noch wenige Sekunden danach blieb der Körper auf mir ...
    ... sitzen. Dann stieg er herunter und ich hörte ein erneutes Knacken. Sofort lösten sich meine Fesseln und ich konnte die Seile selber verlängern, indem ich daran zog. Anscheinend war die Rücklaufsperre gelöst worden und ich konnte mich wieder frei bewegen. Sofort griff ich nach den Streichhölzern, brauchte allerdings einen Moment, bis ich eines heraushatte. Mit zitternden Fingern riss ich es an und sah sofort geblendet um mich herum. Aber dort war nichts. Gar nichts. Als wenn es niemals da gewesen wäre. Um das Streichholz nicht vollkommen sinnlos angezündet zu haben, steckte ich die Kerze noch einmal an und sah mich genauer um. Zuerst entdeckte ich nichts, aber dann sah ich etwa auf dem Boden, was im Kerzenschein glitzerte. Es waren mehrere Tropfen, die sich von der Streckbank weg bewegten. Allerdings nicht auf die Tür zu, wie ich es vermutet hätte, sondern auf die Wand. Genau dort, wo ich meinte, ein hohles Geräusch gehört zu haben, endete die Spur.
    
    Leider brachte mich die Erkenntnis nicht weiter. Ich war noch immer eingeschlossen und langsam bekam ich Hunger und vor allem Durst. Trotzdem war ich Müde und legte mich erneut hin, ließ aber die Kerze an. Lange wollte ich nicht schlafen, nur etwas vor mich hin dösen. Dabei würde ich darüber nachdenken, wie ich aus meiner unangenehmen Lage kommen würde.
    
    Bevor ich mich auf die Streckbank legte, rollte ich aber noch die Seile soweit ab, wie es ging, und verknotete sie mehrfach unter der Liegefläche. Wenn mich jemand noch einmal ...
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