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Total Untervögelt - der Wolkenbruch
Datum: 27.02.2020, Kategorien: 1 auf 1,
... "alle" haben wollte ... Aber ich unterließ das Wortspiel und die Andeutung, welche ohnehin nichts gebracht hätte. Wieder wich ich aus, machte nicht reinen Tisch, sondern erhoffte, dass sie das sagen würde, an was ich in wirren Gedanken dachte. Von wegen, dass wir eben zusammen ziehen könnten, die berühmte Menage-a-trois. Ich würde nichts einwenden, wenn sie und Kathy sich vergnügten ... miteinander jetzt natürlich gedacht und ich ... War das nicht eine Win-Win-Win Situation sogar, frohlockte ich innerlich. Triple-WIN - das klang doch wahrlich perfekt! Das aber auch nur in Andeutungen vorzubringen, dazu war ich zu feig. Typisch wieder mal, sagte ich mir. Zur falschen Zeit den Schwanz eingezogen. Den falschen Schwanz obendrein auch noch, fügte ich eine Steigerung für mich hinzu. "Ich warte, bis meine Sachen fertig sind!", meinte sie, meine Taktik im ersten Teil des Satzes anwendend. Wenn sie meine kecke Art und Weise der Wortspiele sich angeeignet hatte, dann folgte wohl gleich eine eher kalmierende Aussage, nachdem sie mich mit der ersten implizit aus dem Konzept gebracht hätte, weil es wieder nicht mit dem Thema zu tun hatte. "... Und dann verschwinde ich und Katharina muss gar nicht erfahren, was hier im Eifer des Gefechts passiert ist." JA - sie hatte offenbar auch das von mir gelernt, stellte ich mit zusammen gekniffenen Lippen fest. Nicht dass ich stolz darauf zu sein brauchte, aber es wirkte doch wie ein Tiefschlag. Ein Schlag, den ich mir jedoch ...
... selbst versetzt hatte. Klassisches Eigentor eben. Ich stand auf und ging mit dem umgebundenen Badetuch ins Wohnzimmer, wo ich mich an Katharinas Laptop setzte und im Netz surfte, um auf andere Gedanken zu kommen. Ich schlug einfach die Zeit tot, ohne sie messen zu können, wie lange die Sekunden oder Minuten sich dahin schlichen, während die Trommel sich drehte. Ich hörte das Öffnen der Trocknertüre und bald darauf stand Jasmin hinter mir und legte mir eine Hand auf die Schulter. "Ich sage jetzt nicht Lebewohl, weil man sich bestimmt noch sehen wird", meinte sie versöhnlich und mir war bewusst, dass sie so schnell wie möglich aus der Wohnung hinaus wollte. Und ich konnte sie auch verstehen, dass sie den Tatort rasch hinter sich lassen wollte, selbst wenn es noch lange keine Gefahr gab, dass wir von Kathy in flagranti (oder eben besser gesagt in ihrer Wohnung) überrascht werden sollten. Ich erhob mich vom Tisch auf dem Katharinas Laptop stand und nahm Jasmin noch einmal in den Arm, fühlte dabei so intensiv, wie sie tief meinen Geruch einsog. Ich tat wohl gleiches. "Ich sollte...!", begann sie zu stammeln. Bevor sie jedoch etwas Weiteres sagen konnte, nahm ich sie an die Hand und zog sie zum Bett, das im selben Raum stand. "Aber...!", protestierte sie kraftlos und ließ sich von mir fortzie-hen. Ob sie an gleiches dachte oder gleiches erwartete, hätte ich gar nicht sagen können. Ich war mir ja selbst nicht einmal gewiss, was ich hier zu tun begann ... war ich wild, ...