1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... leichten Schmerz und das unangenehmen Brennen erfahren, wollte mich ihm aussetzen, ihn vielleicht sogar genießen, wie ich zuvor den Kuss genossen hatte.
    
    Ich hatte mit Schmerzen nichts am Hut, aber dieser Akt hatte etwas unglaublich Intensives und Erotisches. Ich empfand intensiv das Gefühl, konzentrierte mich auf meinen Bauch, spürte, wo sie mich berührt und stellte mir vor, ihre Küsse konnten solche Spuren hinterlassen wie diese Nesseln. Ich würde sie für sie ertragen.
    
    Nach diesem kleinen Intermezzo betrachtete ich Brennnesseln mit einer anderen Bedeutung.
    
    Vierundzwanzig
    
    „Was fühlen Sie, wenn Sie hier so liegen?"
    
    Ich war hilflos. Ich war ihr ausgeliefert. Ich war geil. Sie konnte mit mir tun, was sie wollte, und sie tat es auch.
    
    Liz hatte mich an das Gestell meines Bettes gefesselt mit Handschellen, die sie besorgt hatte. Zwei Paar. Wenn ich mich bewegte, klapperte das Metall der Schellen gegen das Metall meines Bettgestells. Es war ein unangenehmes Geräusch, bei dem ich befürchtete, dass die Nachbarn es hören und identifizieren könnten. Es war ein dummer Gedanke. Meine Beine hatte sie ebenfalls gefesselt mit dem Seil, das sie bei unserer ersten Begegnung im Stadtpark dabei hatte.
    
    Als ich das Bett in einem Möbeldiscounter gekauft hatte, war die Eignung, mich daran fesseln zu lassen, jenseits meiner Vorstellung gewesen. Doch nun stellte sich heraus, dass es sich dazu gar nicht einmal schlecht eignete.
    
    Meine Beine waren nun obszön gespreizt, und ...
    ... ich war ihr vollkommen hilflos ausgeliefert. Liz konnte mit mir anstellen, was sie wollte. Ich hatte keine Möglichkeit, mich zu wehren.
    
    Um die Sache noch intensiver zu machen, hatte sie mir mit einem Seidentuch, das sie ebenfalls mitgebracht hatte, die Augen verbunden.
    
    Ich lag nun also vor ihr, meiner wichtigsten Sinne beraubt und aller Möglichkeiten entledigt, mich zu wehren und über mich selbst zu bestimmen.
    
    Ich lag in ihren Händen und in ihrer Gnade.
    
    „Was fühlen Sie, wenn Sie hier so liegen?"
    
    Sie hatte diese Worte in mein Ohr gehaucht.
    
    Obwohl ich nichts sehen konnte, spürte ich, wie sie neben mir lag, auf die Ellbogen gestützt und mich in meiner Hilflosigkeit ansah.
    
    Ihre Hand spielte an mir, und wann immer sie mich irgendwo an meinem Körper streichelte, zuckte ich ob der unerwarteten Berührung zusammen.
    
    Meine Sinne waren geschärft, meine Ohren lauschten auf jedes noch so kleine Geräusch, auf das Rascheln der Laken oder eben das brutale Klackern der Handschellen. Meine Nerven waren allesamt aufs Äußerste alarmiert und horchten auf jede Reizung hysterisch.
    
    Dabei hatte ich doch nichts zu befürchten oder?
    
    Ich lag hier im Liebesspiel vereint mit meiner Gebieterin. Was hatte ich zu befürchten.
    
    Doch wenn alles so harmlos war, warum war ich dann hier gefesselt? Warum liebten wir uns nicht einfach und sie befahl mir, was sie wollte. Ich hätte gehorcht. Auf jeden Fall. Wenn sie mich fesselte, bedeutete das nichts Gutes. Ich war scharf darauf, es zu ...
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