1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... ihre Rechte an meinen Hals legte, ihn wie ein Arzt ohne jede Zärtlichkeit palpierte und dann wie bei einer seltsamen Untersuchung gegen meine Luftröhre drückte. Nicht, um mir die Luft abzuschneiden, aber um mir zu zeigen, dass sie es könnte.
    
    Ich liebte auch dieses Gefühl, ihr so ausgeliefert zu sein und mir alles gefallen zu lassen und schwelgte in den Phantasien, was sie mit mir anstellen könnte.
    
    Sie hatte so etwas Magisches an sich, deutete nur eine Geste an, und in diesem Moment schien sie vollkommen belanglos zu sein, aber noch Tage später, wenn ich nachts in meinem Bett lag, musste ich daran zurück denken, was sie damit gemeint haben könnte, was diese Bewegung über sie und mich sagte und was sie an Möglichkeiten und Phantasien evozierte.
    
     Dieser Kuss dort im Gebüsch hatte vielleicht nur einen Moment gedauert, aber er schenkte mir den Ausgangspunkt für Stunden um Stunden an Phantasien.
    
    Versunken in diesen Kuss bemerkte ich zunächst nicht, wie sie mir die Bluse aufknöpfte, aber einer um den anderen musste weichen, bis ich schließlich bis zum Nabel mit aufgeknöpftem Oberteil vor ihr stand.
    
    Sie ließ ab von mir, trat einen Schritt zurück und betrachtete mich.
    
    „Ich wollte Sie nur ein wenig heiß machen, um Sie dann in der Luft hängen zu lassen. Heiß scheinen Sie ja nun zu sein, dann können Sie jetzt gehen!"
    
    Ich sah sie verblüfft an. Was sollte das nun wieder? Warum machte sie mit mir nicht, was sie hätte tun sollen, was sie doch sicherlich auch gewollt ...
    ... hatte?
    
    Verlangte sie von mir, dass ich bat und bettelte? Dass ich vor ihr auf die Knie fallen sollte? Ich hätte es getan. Natürlich, keinen Wimpernschlag hätte ich gezögert.
    
    Aber das war es wohl nicht. Sie wandte sich von mir ab, ging zurück zu dem Schutthaufen, und ich stand dort perplex, mein Blut schäumte voll Hormonen und protestierte nach mehr.
    
    Aber das war alles.
    
    Ich stand dort wie eine stehen gelassene Braut am Altar und wusste nicht, was ich sagen oder tun sollte.
    
    Und dann drehte sie sich noch einmal um und hatte einen grünen Zweig in der Hand, den ich zuvor nicht gesehen hatte. Mit einer schnellen, aber sanften, fast zärtlichen Bewegung strich sie mir zweimal x-förmig über den Bauch, und die Striche trafen sich genau an meinem Nabel.
    
    Dann warf sie den Zweig weg, und erst dachte ich, es sei irgendein heidnisches Ritual, das sie da vollzog, wie eine Segnung. Ich war perplex, aber nach wenigen Sekunden spürte ich das Jucken und Brennen, sah auf den Boden um den Zweig zu finden und erkannte, dass es kein Zweig von einem Baum war, sondern eine Brennnessel, mit der sie mich gestreichelt hatte.
    
    „Gehen Sie, ich habe keine Verwendung mehr für Sie!"
    
    Sie drehte sich um, zog ihr Handy heraus und spielte wieder damit.
    
    Und ich spürte das Brennen auf meiner Haut, unangenehm und stechend, aber eben auch erotisch und aus dem Kontext heraus erregend.
    
    Zurück durch das Unterholz stapfend wiederstand ich dem Drang, mich zu kratzen.
    
    Stattdessen wollte ich den ...
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