1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... könnte meinethalben der Sabber die Mundwinkel hinablaufen.
    
    Vielleicht diente ihnen mein Anblick später als Wichsvorlage.
    
    Es spielte alles keine Rolle.
    
    Denn, was bedeutsam war, war die Tatsache, dass sie nicht verstanden, was sie sahen.
    
    Wie ein paar einfältige Bauern, die am Firmament die Explosion eines Sterns mitbekamen und es lediglich für ein schönes Feuerwerk hielten.
    
    Wie die Skeptiker, die eines Wunders gewahr wurden und es nur für einen billigen Taschenspielertrick hielten.
    
    Ich beschwor Liz mit diesem Tanz.
    
    Es war ein Ausdruck meiner Hingabe.
    
    Sie verlangte etwas, und ich setzte es nicht nur in die Tat um, ich verwandelte es in einen bedeutsamen Moment.
    
    Ich weiß nicht, wie lange ich am Fenster tanzte.
    
    Ich war mir aber sicher, dass ich von unten die geilen Pfiffe hörte und bald auch das scheppernde Schreien des Vorarbeiters.
    
    Wie ein grunzender Wasserbüffel.
    
    Wie ein Frevler.
    
    Wie der ungläubige Thomas.
    
    Und dann wurde ich doch aus den Gedanken gerissen.
    
    Ganz unvermittelt.
    
    Von Liz, die wie eine Löwin auf mich gesprungen war. Mich vom Fenster weg gezogen und an die Wand gedrückt hatte. Gewaltsam presste sie mein Gesicht gegen die kalte Wand.
    
    Die Raufasertapete kratzte über meinen Bauch, die erigierten Brustwarzen.
    
    Sie presste sich gegen meinen Rücken. Ich spürte sie. Zum ersten Mal spürte ich ihren Körper, die kleinen Brüste an meinem Rücken.
    
    Ihre Finger glitten über meinen Oberkörper.
    
    Ungeduldig und gierig.
    
    Sie ...
    ... wollten nicht mehr warten, hatten es nicht mehr ausgehalten.
    
    Sie begrabschten mich.
    
    Wild und ungezügelt.
    
    Und ihr Mund, der sich in die Rundung zwischen Hals und Schultern biss. Wirklich einen Moment biss wie eine Raubkatze, die den tödlichen Biss ansetzt.
    
    Dann saugte sie.
    
    Heiß und gewaltsam.
    
    Ihr schnaufender Atem dazu.
    
    Mir war klar, dass das Spuren hinterlassen würde.
    
    Aber es war egal.
    
    Dann sollte es so sein.
    
    Ich würde ihren Knutschfleck mit Stolz tragen.
    
    Ich ließ es geschehen. Den Kopf an die kühle Wand gepresst, spürte auch auf der Wange das raue und kalte Kratzen der Wand und auf der anderen Seite ihre feuchten und heißen Küsse.
    
    Schließlich riss sie mich von der Wand. Wir standen uns einen Wimpernschlag lang gegenüber. Und ich sah in ihren Augen die Rohheit und die Begierde.
    
    Dieses Dionysische.
    
    Den Rausch.
    
    Dann presste sie ihren Kopf gegen meinen.
    
    Hart.
    
    Es war praktisch kein Kuss, es war ein Kampf.
    
    Ihre Hände in meinen Haaren.
    
    Sie streichelten nicht, sie zerrten.
    
    Ihr Körper, der versuchte, meinen zu zerdrücken.
    
    Sie drängte mich zurück, schnell und unkontrolliert.
    
    Ich schwankte, stolperte über den Couchtisch und wir landeten auf dem Sofa.
    
    Wälzten uns dort.
    
    Aber sie wollte mir die Weichheit des Möbelstücks nicht gönnen, sondern zerrte mich auf den Boden. Das harte und kalte Parkett.
    
    Gewalt, die sie anwandte in ihren Bewegungen. Ich war irritiert. Eigentlich war das alles nicht meine Sache, aber in ...
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