1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... anzurichten.
    
    Sie schlang ohne ein Wort, und ich stand neben ihr, wie eine Dienerin und betrachtete sie stumm.
    
    Als sie fertig war und die Serviette auf den leeren Teller warf, nahm sie kurz die kleine Vase mit der einzelnen verwelkten Rose in die Hand, drehte sie und stellte sie wortlos wieder zurück.
    
    Ich konnte die Geste nicht richtig deuten, aber ich nahm es als Zeichen der Zustimmung.
    
    „War in Ordnung. Sie können abräumen!"
    
    Ich nickte, nahm das Tablett und brachte es in die Küche und kehrte zurück ins Wohnzimmer.
    
    „So, jetzt will ich eine Runde pennen!"
    
    „Wenn du willst, kannst du mein Bett benutzen."
    
    „Mann, Sie lassen aber auch kein Gelegenheit aus, was? Meine Güte, mir ist nicht nach Schweinkram!"
    
    „Nein, so meinte ich das nicht. Aber das ist bequem."
    
    „Ich weiß schon, wie Sie das meinten."
    
    Dieser schneidig sarkastische Tonfall wieder. Ich war ein wenig gekränkt, dass sie mir solcherlei unterstellte in dieser Situation, aber sie war eben auf Krawall gebürstet und wollte mich wohl missverstehen.
    
    „Ich nehme die Couch. Ich bin nicht die Prinzessin auf der Erbse. Das wird schon gehen. Machen Sie nur die Gardinen zu und bringen Sie mir eine Decke und ein Kissen."
    
    „Kein Problem."
    
    Ich verdunkelte den Raum und besorgte Verlangtes. Als ich wieder ins Wohnzimmer kam, hatte Sie schon die Beine auf die Couch gelegt.
    
    Ich bin zwar nicht gerade ein Sauberkeitsfanatiker, aber auf meine Couch war ich ein wenig stolz. Nicht nur, dass sie teuer ...
    ... gewesen war, sie war auch schwer zu finden gewesen. Liz' Schuhe darauf stachen mir ein wenig ins Auge, aber konnte ich sie darauf ansprechen?
    
    In diesem Fall siegte die Couch über meine devote Ader. Ich wies sie höflich und vorsichtig darauf hin:
    
    „Äh, die Schuhe? Die Couch war nicht ganz billig."
    
    Sie sah mich eine lange Sekunde stumm an, wieder konnte ich nicht deuten, was sie dachte.
    
    Aber dann seufzte sie und drehte mir ihre Füße zu. Als ich nicht sofort schaltete, wackelte sie ein wenig mit den Beinen und fügte hinzu:
    
    „Was ist jetzt, na machen Sie schon!"
    
    Ich war ein wenig perplex. Sie wollte, dass ich ihr die Schuhe auszog? Nun kam sie mir schon ein wenig wie ein verwöhnter Balg vor, aber natürlich war sie nur konsequent in ihrer Handlung.
    
    Ich trat neben sie, beugte den Rücken und griff einen Schnürsenkel. Dann schaute ich ihr ins Gesicht, um mich zu vergewissern, dass ich das Richtige tat. In dem Moment schoss mir etwas durch den Kopf. Meine Haltung war falsch. Zwar gebückt, schaute ich trotzdem auf sie hinunter. Das war nicht richtig. Schnell, wie jemand, der sich an eine missachtete Regel erinnert und ihr hastig nachkommt, um nicht aufzufallen, kniete ich mich vor das Sofa. Ich nahm ihren linken Fuß in meine Hände und schaute sie noch einmal an. Beiläufig, wie ich hoffte, um mich zu vergewissern, dass ich nichts falsch machte.
    
    Aber als ich sie aus der neuen Perspektive sah, wie sie nunmehr über mir auf dem Sofa thronte, da verstand ich plötzlich.
    
    Ich ...
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