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Ich Wünschte...
Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM
... nicht. Besorgen Sie mir Paracetamol." „Heute ist Sonntag." „Es gibt doch einen Apothekennotdienst. Finden Sie's raus." „Sehr wohl." „Und beeilen Sie sich!" Ich machte meinen Rechner an, recherchierte den nächsten Notdienst und machte mich auf den Weg. Als ich die Tür hinter mir zuzog dachte ich kurz daran, dass Liz nun allein in meiner Wohnung war und mein Arbeitszimmer offen stand, aber ich schob den Gedanken beiseite. Die Brötchen waren schnell besorgt, die Apotheke war ein paar Straßen entfernt, auch die Tabletten hatte ich bald. An einer Tankstelle besorgte ich den Kakao, packte auch noch eine Flasche Orangensaft ein und bemerkte einen Strauß abgepackter Tulpen. Ich fand den Gedanken an Blumen nett, aber Tulpen passten einfach nicht. Also machte ich noch einen schnellen Umweg über den Friedhof, nachdem ich eine Eingebung bekommen hatte, und fand recht schnell eine rote Rose, die zu welken begann und deren Farbe sich in dieses bläuliche Dunkelrot verwandelt hatte, das an getrocknetes Blut erinnerte. Es war nur so eine Idee. Ich hoffte, dass sie es verstünde, dass ich damit ihre morbide Ader träfe und sie sich verstanden fühlte. Ich fand, es war immer ein schönes Gefühl, wenn man einen Menschen traf, der versuchte, sich in den anderen hinein zu versetzen. Vielleicht würde sie das ja ähnlich sehen. Ich hatte andere Pläne für den Tag gehabt, nun hatte sie diese einfach so geändert. Aber ich verbuchte es unter dem selbstlosen Dienst an einer ...
... hilfsbedürftigen Person. Hätte meine Nachbarin mich um diesen Dienst gebeten, ich hätte ihn ebenso ausgeführt. Darin war nichts Besonderes. Nur im Hinterkopf schwang vielleicht ein wenig die Hoffnung, dass Liz einen braven Gehorsam später vielleicht honorieren und als Zeichen meiner Devotion quittieren könnte. Aber diesen Gedanken mochte ich nicht, denn er zeugte von Egoismen, und darum ging es nicht. es ging um ein Mädchen, dem es schlecht ging und das Hilfe brauchte. So redete ich es mir ein, auch wenn ein Kater keine lebensbedrohliche Krankheit darstellte und sie weniger meiner Hilfe bedurfte, als vielmehr verhätschelt werden wollte. Ich war nicht ihre Krankenschwester, sondern das Zimmermädchen in einem Wellness-Hotel. Als ich zurück kam, saß Liz immer noch in mein Sofa gefläzt, hatte die Chucks auf meinem Wohnzimmertisch und starrte an die Decke. Ich ging in die Küche, bereitete das Frühstück zu, dachte einen kurzen Augenblick daran, mir auch ein paar Eier in die Pfanne zu hauen, weil die drei Eier, die ich Liz gebraten hatte, so lecker aussahen, aber ich ließ es. Es sollte so sein, wie Liz es gesagt hatte. Es sollte nur um sie gehen. Ich richtete das Frühstück auf einem Tablett an und brachte es ihr, wie man einem Liebhaber nach einer gemeinsamen Nacht das Frühstück ans Bett bringt. Nur dass sie nicht meine Liebhaberin war und dass wir nicht die Nacht zusammen verbracht hatten. Liz verschlang das Frühstück mit weniger Liebe, als ich gebraucht hatte, es ...