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Ich Wünschte...
Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM
... er wäre so weit von der Realität, dass ich nichts zu befürchten hätte. So langsam der vergangene Tag verstrichen war, so schnell und kurzweilig verlief dieser. Ich ertappte mich dabei, dass ich an freien Augenblicken an Liz dachte. Was mochte sie wohl jetzt machen, dachte sie an mich wie ich an sie? Was würde sie denken? An den letzten Abend? An den nächsten vielleicht sogar schon? Ich sah sie einmal im Gang nach der Pause. Sie verschwand gerade in einem Klassenraum und sah mich nicht. Ich überlegte kurz, ob ich nicht einen Vorwand suchen konnte, um in den Klassenraum zu gelangen, dort irgendeine Bagatelle von der Lehrkraft zu erfahren, um einen kurzen Blick auf sie werfen zu können. Aber ich entschied mich dagegen. Die Frage erhob sich, wie wir beiden eigentlich miteinander umgehen würden in der Schule. Das lag nicht an mir. Das war ihre Sache. Am Abend hatte ich einen kleinen Durchhänger, weil ich Liz erwartete. Ich hatte keinen Grund, sie hatte sich nicht angekündigt, ich hatte keine Anweisungen erhalten. Aber irgendwie erwartete ich, dass sie bei mir auftauchen würde. Ich öffnete gar die Türen wie am vorherigen Abend und wartete. Mir kam gar der Gedanke, mich wieder vor das Fenster zu setzen, aber ich verwarf es. Meine Arbeit litt beträchtlich, ich konnte mich auf nichts konzentrieren, aber ich hatte schon irgendwie damit gerechnet. Ich sah ständig nach draußen und hielt nach ihr Ausschau, lief durch die Wohnung, versuchte mich abzulenken. Ich ...
... staubsaugte die Wohnung noch spät abends und räumte meinen Kleiderschrank auf. Manuelle Arbeit, die keine Konzentration erforderte, aber Zeit totschlug. Aber sie ließ sich nicht blicken. Kurzzeitig bekam ich Zweifel. Hatte sie es sich anders überlegt, hatte ich am Tag zuvor etwas falsch gemacht, hatte sie keine Lust mehr? Aber diese Zweifel erhielten kein Gewicht. Ich war mir ziemlich sicher, dass ich einfach zu ungeduldig war. Und wie sie mich am Tag zuvor fast eine Stunde hatte warten lassen, ließ sie mich auch jetzt warten. Es war einfach eine Masche. Sie hatte am Tag zuvor keine Zweifel geäußert, sie hatte Vorfreude signalisiert. Ich musste mir keine Gedanken machen. Die Gewissheit, sie in dieser Sache zu durchschauen, gab mir ein Gefühl der Kontrolle. Ich räumte also meinen Schrank auf, fand dabei auch einige Dessous wieder, die Hans mir geschenkt hatte und die ich eigentlich hatte wegwerfen wollen, weil sie mit schmerzhaften Erinnerungen vergiftet waren. Ich drehte den dünnen Stoff zwischen meinen Fingern, probierte sie sogar an, posierte vor dem Spiegel und fand mich ausgesprochen hübsch und sexy. Wenn ich mich auch eigentlich selbst nicht als übermäßig attraktiv empfand. Ich hatte mich immer mehr über meine Bildung und meine kulturellen Interessen definiert als über Äußerlichkeiten. Daher hatte ich eigentlich auch immer ein gespaltenes Verhältnis zu aufreizender Kleidung, zu tiefen Ausschnitten, kurzen Röcken und Dessous. Letztere hatte ich getragen, weil es ...