1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... meine Frage noch nicht beantwortet. Was haben Sie erwartet? Ich habe mich gefragt, ob Sie die schicken Dessous für mich anziehen würden, die so jemand wie Sie sicher in der Schublade hat, oder ob Sie die Baumwollschlüpfer tragen, die Sie jeden Tag anhaben."
    
    Der Gedanke war mir gar nicht gekommen, musste ich gestehen. Ich hatte natürlich auch ein paar sexy Teile, aber mir war gar nicht der Gedanke gekommen, die zu tragen. War das ein Zeichen von Respektlosigkeit?
    
    „Nein, ich trage meine normale Unterwäsche."
    
    „Mhh, so ein bisschen enttäuscht bin ich schon, wenn ich ehrlich bin. Mehr Mühe hätten Sie sich geben können! Aber ich will mich trotzdem selbst überzeugen. Stehen Sie auf!"
    
    Der Imperativ kam nicht scharf, sondern in der gleichen gleichgültigen Intonation, die sie das ganze Gespräch über schon benutzt hatte. Ich fand mich auf den Beinen, bevor mein Verstand das d'Accord gegeben hatte.
    
    „Machen Sie mal Ihre Jeans auf und ziehen Sie die ein bisschen runter!"
    
    Mein Herzschlag beschleunigte sich wieder.
    
    Meine Finger zitterten ein wenig, ich musste zweimal greifen, bis ich den Knopf geöffnet und den Reisverschluss ein wenig hinunter gezogen hatte.
    
    Ich hakte die Daumen in die Gürtelschlaufen ein und zog die Jeans ein wenig nach unten. Zehn Zentimeter. Hätte Liz nicht stopp gesagt, ich hätte sie ganz hinunter gezogen.
    
    „Einen Strip brauchen Sie hier nicht hinzulegen. Ich sehe schon, was ich wollte. Mein Gott, Sie sind wirklich rattig, was?"
    
    Sie lachte ...
    ... wieder, und wieder versank ich im Boden vor Scham.
    
    „Setzen Sie sich. Es sind wirklich nur die hässlichen Baumwollschlüpfer aus dem Fünferpack. Naja, was soll's. Ich nehm Sie, wie es mir passt, und wenn es mir nicht passt, dann sage ich Ihnen einfach, wie ich es gerne hätte, und Sie werden das dann machen." Sie stakste ein wenig durch mein Wohnzimmer. „Fürs Erste hab ich genug gesehen. Ich werde meinen Spaß mit Ihnen haben, das ist aber mal sicher. Ich gehe jetzt, und Sie bleiben noch, sagen wir eine halbe Stunde hier so sitzen. Einfach nur, um mir zu gefallen. So wie jetzt. Man kann Sie von der Straße beobachten. Rutschen Sie noch einen Tick näher ans Fenster, dann muss ich den Kopf nicht so strecken, um einen guten Blick zu erhalten."
    
    Ich gehorchte.
    
    „Ich melde mich bei Ihnen!"
    
    Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, also blieb ich stumm.
    
    Ihre Schritte verschwanden in meinem Flur, mit einem lauten Knall fiel die Wohnungstür zu, mit einem gedämpfteren wenig später die Haustür.
    
    Ich versuchte sie aus meiner sitzenden Position unten zu erspähen, aber ich konnte in der Dunkelheit nichts sehen. Sie mochte in einem Schatten stehen. Vor meiner Haustür stand keine Straßenlaterne. Ein Zustand, den ich schon mehrmals verflucht hatte, als ich nachts nachhause gekommen und den Schüssel gesucht hatte.
    
    Sie war fort.
    
    Ich saß immer noch dort.
    
    Gedemütigt und klein, wie ein geprügelter Hund.
    
    Nie hatte ein Mensch in solch einer Position so mit mir geredet.
    
    Nie ...
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