1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... alles haben können. Ich war bereit, vor ihr auf die Knie zu fallen und um mehr zu bitten und zu betteln.
    
    Ich war bereit, mich ihr zu öffnen und ihr alles zu geben, was sie wollte. Ich würde auch wie ein Hund im Zimmer umher kriechen und bellen, wenn sie mir dafür nur das gab, was ich brauchte. Mehr als diesen einen Finger.
    
    Wie perfide!
    
    Wusste sie, was sie da mit mir anstellte?
    
    Wusste sie ihrer Wirkung?
    
    Woher hatte sie das Wissen?
    
    Nie zuvor hatte man mich mit einem Finger so berührt.
    
    Wie ignorant und uninteressiert sie sich meinen Wünschen gegenüber gab!
    
    Und dann tat sie noch etwas. Ähnlich in seiner Beiläufigkeit und in seiner Symbolik.
    
    Während ich mich da nach ihr verzehrte, nach dem Finger, der mir den Haaransatz entlang fuhr und mich in Aufruhr versetzte, stellte sie klar, wie wenig ihr das alles bedeutete und wie weit weg sie von mir war. Wie weit über mir.
    
    Sie machte eine spöttische Bemerkung.
    
    „Sie sind ja rollig wie ein ungeficktes Miezekätzchen! Tss!"
    
    Und ich versank vor Scham in den Boden wie ein ertapptes Kleinkind! Ertappt von einer 19-Jährigen.
    
    Ja, sie hatte Recht. Ich war erregt. Sie hatte mich erregt, und dann warf sie mir genau das vor, mit einer Kälte und Überheblichkeit, mit einer schneidenden Stimme und Herablassung. Welche Hoffart darin lag!
    
    Sie spielte mit mir. Erst machte sie mich heiß, nur um mich dann mit einem einzigen Satz zu Boden zu treten.
    
    Und ich genoss es, in dieser Zerrissenheit zwischen Lust und ...
    ... Schuld hin und her gezerrt zu werden.
    
    Ich genoss es, wie ein Verbrecher sich an seinen niederträchtigen Taten entzückte.
    
    Wie klein ich mich fühlte und wie geil!
    
    Ich glaube, sie hätte mich nur mit diesem Finger an meinem Hals und der von ihr geschaffenen Situation zum Höhepunkt gebracht, wenn sie nicht auf einmal einen Schritt zurück gemacht und das Spiel beendet hätte.
    
    „Wissen Sie, das geht mir hier alles ein bisschen zu schnell mit Ihnen. Dass Sie so eine sind, das hätte ich nicht gedacht. Ich glaube, Sie brauchen eine kalte Dusche, um wieder runterzukommen."
    
    Wieder dieser Spott und diese Herablassung in ihrer Stimme.
    
    „Haben Sie erwartet, dass wir heute in der Kiste landen?"
    
    Ihr Schweigen verlangte eine Antwort.
    
    „Nein. Ich habe nichts erwartet. Ich habe nichts zu erwarten."
    
    „Das ist ja mal ein kluger Satz. Frau Klugscheißerin! Ich habe nichts erwartet, Ich habe nichts zu erwarten! Sie sind mir ja eine richtige kleine Dichterin!"
    
    Sie lachte wieder.
    
    „Ich habe es auch nicht erwartet, obwohl ich die bin, die von Ihnen Dinge erwarten kann. Mhh, der Satz war nicht so schick wie Ihrer. Tja, Sie können sich klüger ausdrücken als ich. Dafür könnte ich Sie bestrafen. Ich könnte Sie übers Knie legen. Jetzt und hier. Und Sie würden geil finden. Wenn ich das so abwäge -- kluge Worte auf der einen Seite, die Macht auf der anderen, dann stehe ich auf der richtigen Seite. So sehe ich das zumindest."
    
    Sie ging wieder in meinem Wohnzimmer umher.
    
    „Sie haben ...
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