1. Eigentlich wollte ich nur Zigarette


    Datum: 22.08.2019, Kategorien: Erotische Verbindungen

    ... und ich weiß auch, dass sich da noch etwas ändern muss. Darüber waren wir uns immer einig. Veränderungen die durch einen Mann entstehen, wollten wir aufgreifen und einführen, sobald die Situation es verlangt. Nur hatte keine von uns damit gerechnet, dass wir ein männliches Mitglied bekommen, das gleichzeitig eine eigene Beziehung mit einer von uns hat. Das hatten wir anders erwartet."
    
    "Ich denke, du solltest den beiden Erlaubnis geben, sich auch ohne uns zu treffen, wenn sie dies wünschen." Schlug ich vor.
    
    "Ich bin mit allem einverstanden, was wir zum einen gemeinsam beschießen, zum anderen nicht zum Nachteil eines Anderen ist. Es wird einen Weg geben, wenn wir ihn suchen."
    
    Charlotte nahm meine Hand, drückte fest zu und sagte:
    
    "Ich bin froh, wenn du das so siehst. Insgeheim hatte ich mir genau das gewünscht. Ich hätte noch eine kleine Frage an dich, darf ich noch?", dabei änderte ihr Gesichtsausdruck wieder zum kleinen schelmischen "Charlottchen."
    
    "Frag'..."
    
    "Ich hätte gerne, dass du heute Nacht bei mir bleibst." Sie zeigte mit den Finger nach oben an die Decke.
    
    "Hier bei dir, in diesem Haus?", fragte ich mit bewusst ungläubig gewählter Tonlage.
    
    "Ja, ich habe auch ein Bett, das groß genug ist, auch eine Kaffeemaschine und auch ein Badezimmer. Dort steht bereits eine Zahnbürste für dich."
    
    Ich musste lachen.
    
    "Ja, heute nehme ich deine Einladung gerne an. Ich muss nur wieder was anziehen, oder soll ich so wie ich bin durchs Treppenhaus ...
    ... gehen?"
    
    "Nein auf keinen Fall. Ich habe in den oberen Stockwerken Mieter. Wenn eine der einsamen Herzen dich sieht, spannt sie dich mir noch aus."
    
    Sie verschwand hinter der Theke und tauchte wieder mit einer Einkaufstasche auf. Aus ihr kramte sie zwei Stoffknäuel heraus. Eins Blau und eins Violett. Beim Aufrollen entpuppten sie sich als zwei elegante Hausmäntel.
    
    "Der Blaue ist für mich, du weißt schon warum. Violett wird deine Farbe sein, das hab ich schon ausprobiert."
    
    "Nach welchen Kriterien bin ich violett?"
    
    "Das wirst du noch lernen."
    
    Wir streiften uns die Mäntel über, verstauten meine Kleider in der leer gewordenen Tasche und Charlotte ging voraus durchs Büro in den Laden und dort durch eine Hintertüre in den helle erleuchteten Flur des alten Hauses. Die überbreite Steintreppe führte über einen Absatz jeweils einen Stock weiter. Im Ersten Geschoss gab es nur eine einzige Türe, die schloss Charlotte auf und ließ mich vorausgehen.
    
    Ich betrat eine große Diele, die schlicht mit wenigen Möbelstücken ausgestattet war. Von ihr aus führte nur eine doppelte Schwingtüre weiter, hinter der sich ein großer Salon auftat. Es roch, wie im ganzen Haus nach frisch gegerbtem Leder. Der weit nach rechts und links ausladende Raum bot eine Sitzecke zum Plaudern, eine Fernsehen- und Essecke. An der hinter uns liegenden Nordwand waren je rechts und links zwei Türen, die in angrenzende Zimmer führten.
    
    An der Ostseite des Salons führte wieder eine breite Tür weiter, dort musste ein ...
«12...121122123...255»