1. Anita und wir Episode 02


    Datum: 28.02.2019, Kategorien: Erotische Verbindungen

    ... ich dachte wirklich, Sie würden bleiben."
    
    Sie lachte auf ihre offene, ungekünstelte Art. "Ich will doch nicht kündigen! Nein, es geht um Sie."
    
    "Mich?"
    
    "Ich weiß genau, dass alle Entscheidungen auf Ihrem Schreibtisch Zeit bis Montag haben." Sie winkte so energisch, dass sich einzelne lose Blätter über den Tisch bewegten. "Machen Sie Feierabend", fuhr sie fort. "Fahren Sie nach Hause zu Ihrer Tochter und verbringen den Abend mit ihr. Essen und trinken Sie etwas Gutes.
    
    Genieß
    
    en
    
    Sie, was Sie geschafft haben."
    
    Ich runzelte die Stirn, holte Luft, doch dann merkte ich, wie recht sie hatte. Während meine Blicke über den Schreibtisch irrten und mein Bewusstsein noch nach Gegenargumenten suchte, machte mein Unterbewusstsein schon Pläne, die sich ziemlich genau mit dem deckten, was Anita mir gerade vorgeschlagen hatte.
    
    Ich fragte mich, ob ich Anita womöglich zu einem Drink einladen sollte, aber das widersprach nicht nur ihren Aussagen beim Vorstellungsgespräch, sondern auch meinen Grundsätzen über Beziehungen zwischen Chef und Angestellten. Ich hatte es einmal mit einer alleinstehenden Abteilungsleiterin probiert, und musste sie kurz darauf feuern. Nie wieder, hatte ich mir geschworen.
    
    *
    
    Es war Sommer, also stand die Sonne noch relativ hoch, als ich zu Hause ankam. Mein Haus, unser Haus, gebaut nach Yvonnes Plänen, lag am Südhang des Taunus, eingerahmt von Weinbergen, und mit einem unverbaubaren Blick über den Rhein.
    
    Die Sonne durchflutete es bis zum ...
    ... letzten Winkel, doch eine extrem trickreiche, von derselben Sonne angetriebene Lüftung sorgte für genau die richtigen Temperaturen in allen Räumen.
    
    Ich legte im Flur meine Kleidung ab, holte mir ein kaltes Bier aus dem Kühlschrank und trat auf die Terrasse.
    
    Meine Tochter Jessica lag auf einer Sonnenliege und las ein Buch.
    
    "Hallo Schatz", sagte ich. "Wie geht's?"
    
    "Papa!", rief sie. "Du bist schon zu Hause!" Sie ließ ihr Buch fallen und sprang auf.
    
    Ich konnte gerade noch mein Bier abstellen, als sie mich schon ansprang und mir einen Kuss auf den Mund drückte.
    
    Nun mag es seltsam erscheinen, wenn ein nackter Vater von seiner zwanzigjährigen, ebenfalls nackten Tochter auf den Mund geküsst wird, aber für uns beide war das absolut normal und beileibe nicht anstößig.
    
    Zumindest war es das bis vor einiger Zeit gewesen. Doch dann hatte ich ... nun ja ... begonnen, unsittliche Gefühle für meine Tochter zu hegen.
    
    Ich wusste genau, wie falsch das war. Hätte ich mit ihr darüber reden sollen? Sicher, aber wie? Sollte ich sie bitten, sich in Zukunft zu Hause etwas anzuziehen? Abgesehen davon, dass so etwas nicht wirklich etwas nutzt, wenn man den Körper des anderen so gut kennt, hatte ich das Gefühl, dass damit das Vertrauen zwischen uns zu Bruch gehen konnte.
    
    Also gab ich mir Mühe, Gedanken an Jessica aus meinen Masturbationsphantasien auszuklammern. Neuerdings auch an Anita, was die Sache nicht wirklich vereinfachte. Vielleicht sollte ich mir wirklich eine lebende ...
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