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Nerd
Datum: 09.03.2020, Kategorien: 1 auf 1,
Es war an der Zeit Computernerd und Kumpel Rene seine externe Festplatte wiederzugeben. Ich war auf der Suche nach etwas, was ich selbst im Netz nicht finden konnte. Es ging um ein paar sehr seltene Alben von Punkbands, die damals schon auf dem Index standen. Sicherlich hatte man die derweil wieder freigegeben. Nur hatte keiner diese alte Musik. Mein Kumpel Rene, der Typ mit der Glatze und der Nickelbrille wohnte derzeit in einer Pension. Er war von Zuhause ausgezogen und brauchte wohl seinen Freiraum. Er sagte immer: "Ist wie zu Hause, Kelly! Ich habe mein eigenes Zimmer und der Preis ist inklusive Frühstück!" Nun gut, in dem Zimmer gab es nicht viel. Es war ein Bett, ein Schreibtisch, ein Fernseher und natürlich Rene sein Heiligtum, sein PC. Ich war gerade auf dem Weg zu ihm in meinen schwarzen Totenkopf-Kniestrümpfen, den schwarzen Freizeitschuhen und meinem Pink gemusterten Minikleid. Auf meinem Rücken war mein pinkfarbener Rucksack. Ich dachte immer noch an diese Festplatte, die in meinem Rucksack lag. Er hatte einfach alles. Ich hatte mir natürlich nicht nur die Alben von Slime auf meinen PC kopiert, sondern durchforstete seine Festplatte. Das hätte wohl jeder so gemacht. Fein nach Rubriken sortiert fand ich ein paar Ordner mit Ebooks, Filmen und Musik. Das meiste davon stand auf dem Index. Seine Pornosammlung selbst war auch nochmal sortiert. Es gab einen Ordner nur mit Emanuelle-Erotikfilmen, einen Mit Eis am Stiel und dann einen FSK18-Ordner. Den schaute ich ...
... mir genau an. Das war wahrscheinlich der Grund, warum ich die Festplatte so lange behielt. Letztendlich kopierte ich doch den ganzen Ordner. Ich war bei ihm angekommen. Ich ging in sein Zimmer und sah ihn nur in gelben Poloshirt und weißer Unterhose mit bunten Buchstaben auf dem Bett liegen. Neben ihm stand der Aschenbecher. In seiner Hand eine angezündete Prince. "Kelly! Der Traum meiner schlaflosen Nächte!", sagte er. Ich gab ihm zur Begrüßung einen Kuss auf den Mund. Das war so üblich bei uns. Wir beide gehörten zu den Außenseitern seit der Schulzeit. Kein Mädchen hätte wohl ihn mit seinem Aussehen und seinem Interesse an Pornos und Informatik als Freund genommen. Und mich mit meinen ausgeflippten Klamotten und den kurzen völlig wilden schwarzen Haaren wollte sicherlich auch kein Boy, mich als Freundin bei seinen Eltern vorstellen. "Sei nicht albern, du Freak!", sagte ich und setzte mich zu ihm aufs Bett. "Süß, was du anhast!", sagte er. Ich lächelte verlegen, denn das war das erste Kompliment, was ich zu meinen Klamotten jemals bekommen hatte. "Und? Haste gefunden, was du gesucht hast?", fragte er. Ich holte die Festplatte aus meinem Rucksack und stellte den Rucksack an den kleinen Nachttisch. "Sind dir die Hosen ausgegangen?", fragte ich lachend. "Wieso? Gefällt dir meine Knabenunterhose mit den bunten Buchstaben nicht?" Da musste ich lachen und sagte: "Welcher Stil soll das denn sein? Muttis Liebling Oder Bob, der Baumeister?" Da schmunzelte er und sagte: "Es ...