1. Ich Wünschte...


    Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM

    ... schwebten und langsam abgebremst wurden. Ich sah, wie sie durch unsichtbare Kräfte bewegt wurden und schließlich hierhin und dorthin schwebten. Meine Augen waren zu versunken, ihnen zu folgen. Ich betrachtete nur die, die in meinem Blickfeld waren, und wenn sie daraus verschwanden suchte ich mir neue.
    
    Schließlich spürte ich ihren Fuß auf meinem Körper. Kalt strichen ihre Zehen über meine Schenkel, bis an die Knie, dann zurück zu meinen Hüften, strichen darüber. Schließlich strichen sie über meinen Venushügel und tippten zwischen meine Schenkel.
    
    Es war ein belangloser Akt, kein Zeichen von Erotik, sondern lässiges Spielen. Und eben die Macht. Sie konnte es sich erlauben, meinen Körper zu benutzen, wie immer es ihr beliebte.
    
    Ich verabschiedete mich wieder in meine Gedanken.
    
    Liz stand irgendwann auf, zog ihre restlichen Klamotten an. Ich wollte schon aufstehen, aber sie sagte:
    
    „Ich muss leider weg. Ich möchte, dass Sie liegen bleiben und darüber nachdenken, was ich Ihnen bedeute."
    
    Ich schloss die Augen.
    
    Schließlich ihre Schritte auf dem Parkett. Sie trat zu mir, stellte demonstrativ einen Fuß zwischen meine Schenkel, kniete sich zu mir hinunter, ganz nah an mein Gesicht.
    
    Ich roch ihren Atem und das Nikotin darin.
    
    Ihr Flüstern, der Situation angemessen:
    
    „Das war verdammt heiß. Meine Güte! Ach und Sorry für das Andenken." Sie strich über den Knutschfleck.
    
    Keine Ursache.
    
    Dann war sie verschwunden.
    
    Die Tür fiel schwer ins Schloss, und ich war ...
    ... allein.
    
    Was bedeutete ich ihr?
    
    Ich wusste es nicht.
    
    Mein Verstand ließ mich im Stich.
    
    Ich wusste, was sie mir bedeutete.
    
    Alles.
    
    Dreiundzwanzig
    
    In den nächsten Tagen türmten sich die Arbeiten und die Deadlines so auf, dass ich gezwungen war, mehr zu tun, und in der Tat schafften sie es, mich abzulenken von Liz und andere Prioritäten zu setzen.
    
    Regelmäßig stand ich am Fenster in der Pause oder hielt während der Aufsicht nach ihr Ausschau, und wenn ich sie sah, dann war ich zufrieden. Sie ließ sich nichts anmerken und ich mir auch nicht.
    
    Um den Knutschfleck zu verbergen trug ich in den nächsten Tagen ein Tuch um den Hals. Ich kam mir ein wenig blöd vor, wie eine Stewardesse und in den ersten Tagen glaubte ich, dass alle hinter meinem Rücken tuschelten. Die Kollegen wie die Schüler:
    
    „Guckt mal, unter diesem albernen Tuch hat die ja einen Knutschfleck!"
    
    Aber natürlich war das nur eingebildet.
    
    Niemand machte sich Gedanken über so etwas. Warum auch?
    
    Hätte Liz verlangt, dass ich den Fleck offen zeigen sollte, ich hätte es getan.
    
    Einmal sahen wir uns unerwartet nach Schulschluss im leeren Gang. Sie zog mich in einen Klassenraum und küsste mich heftig. Es war ein kurzer Augenblick, dann war sie verschwunden, und ich saß noch eine Weile da und dachte über diesen Kuss nach und dass ich ihr gerne gezeigt hätte, wie der Fleck langsam verschwand, aber immer noch sichtbar war. Aber ich war zu überrascht gewesen in diesem Moment.
    
    Wir kommunizierten ...
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