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Ich Wünschte...
Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM
... stumm an, dann drehte sie sich ohne ein Wort zu sagen um, öffnete die Tür nur so weit, dass sie durch den Spalt hinaus schlüpfen konnte und zog sie hinter sich zu. Auf dem Gang konnte ich die Stimme ihres Freundes hören. „Mit wem hast du da gequatscht?" „Habe ich dir nicht gesagt, du sollst reingehen? Gehorchen ist nicht so dein Ding, was?" „Mit wem hast du da gequatscht? Ich hab doch Stimmen gehört." „Wirst du gleich sehen, geht dich nichts an! Los, komm wir gehen, ich will den Prosecco jetzt!" Dann verschwanden die Stimmen und wurden von der lauten Musik aus dem Partykeller verschluckt, und ich stand wieder allein in meinem Verlies. Ich hob die Papiertüte auf und entfaltete sie. Liz hatte drei Löcher hineingeschnitten, zwei für die Augen, einen für den Mund. Darüber hatte sie mit einem schwarzen Edding das Wort „Sklavin" geschrieben, Ich drehte die Tüte in meinen Händen. Sie war wirklich wahnsinnig geworden, wenn sie glaubte, dass ich mich auf dieses Spiel einlassen würde, dass ich mich vor ihren Freunden zeigen lassen würde nur mit dieser Papiertüte über dem Kopf, ansonsten vollkommen nackt und schutzlos einer Meute betrunkener Jugendlicher ausgeliefert. Sie würden die Tüte nicht akzeptieren, einer nur müsste sie mir vom Kopf ziehen, dann wäre ich aufgeflogen und mein Leben vorbei. Und selbst wenn sie das nicht taten, viele dieser Jugendlichen sah ich fast jeden Tag in der Schule, einige unterrichtete ich selbst. Man konnte einen Menschen, einen ...
... nackten Menschen nicht nur anhand seines Gesichts identifizieren. Ich sah auf meine linke Hand. Dort prangten die drei Muttermale gut sichtbar. Hans, mein Ex-Freund, hatte mich damit immer aufgezogen. Er fand, dass die drei Muttermale angeordnet waren wie die drei schwarzen Punkte auf einer Blinden-Manschette. Wenn ich mal irgendetwas verlegt hatte, zeigte er stets auf meine Hand und meinte spöttisch so etwas wie: „Meine kleine Blinde hat wieder was verloren!" Meist hatte ich es ihm nicht übel genommen, einmal war ich jedoch ausgerastet und hatte eine riesige Szene gemacht. Ich erinnerte mich noch gut, es war in einem Restaurant gewesen, ich hatte mein Handy verlegt und die anderen Gäste sahen irritiert zu unserem Tisch herüber und mussten mich für vollkommen durchgedreht halten. Ich war mir sicher, dass auch Schülern schon diese Male aufgefallen waren. Die Tränen überwältigten mich wieder, und wieder heulte ich mir die Seele aus dem Leib. Wenn Liz mich so sah, sie konnte nicht allen Ernstes ihren Plan fortsetzen. Wenn sie nur einen Funken Verstand und Herz und Mitleid besaß würde sie von ihrem verachtungswürdigen Plan Abstand nehmen, sie würde einsehen, dass sie zu weit gegangen war. Aber ich konnte mir dessen nicht sicher sein, ich hatte kein Vertrauen mehr. Es war alles zerstört, komplett und vollkommen. Ich ging zur Tür, horchte. Alle Stimmen schienen aus dem Partykeller zu kommen. Alle schienen ausgelassen zu sein. Konnte ich auf eine unbemerkte Flucht ...