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Ich Wünschte...
Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM
... unter Wasser, von der Realität entfernte Geräusche drangen an mein Ohr. Was mich verstörte, war, was sie da tat. Sie spielte wirklich die Göttin, sie wollte mir wirklich zeigen, dass mein Leben in ihrer Hand lag, dass sie mich, so sie es wollte, einfach so lange unter Wasser halten könnte, bis ich mich nicht mehr regte. Die Frage, wie krank ich sei, dass ich diese Dinge mit mir machen ließ, hatte mich immer begleitet, seit ich meiner geheimen Gelüste gewahr wurde. Aber nie zuvor war ich mir so sicher, dass die Dinge aus dem Ruder liefen wie in diesem Moment. Liz ging zu weit. Sie ging absolut zu weit. Was sie da tat, war nicht mehr erotisch, es war pervers. Was auch immer der Begriff meinte. Ich mochte ihn nicht, weil er selbstgerecht und überheblich war. Aber in diesem Augenblick benutzte ich ihn, um die Situation zu charakterisieren. Wir hatten keine Safewords oder so vereinbart, wie man das in Sado-Mado-Kreisen zu tun pflegte. Ich hatte davon gelesen, dass das Standard war und absolut unumgänglich. Der Gedanke hatte mir nicht zugesagt. Es war zu viel Spiel in solch einem Wort. In meiner Beziehung zu Liz ging es um mehr als Sex-Spiele. Bei uns ging es nicht um Schmerz oder so etwas Profanes. Es ging um Hingabe. War diese naive Sicht ein Fehler gewesen? Doch bevor ich mich wehren konnte, bevor ich mich gegen ihren Griff wehren konnte, ließ sie mich Luft holen. Ich saugte die Luft ein und meine Lungen, die leicht angefangen hatten zu brennen, entspannten ...
... sich wieder. Mein Blick war strafend, und Liz erkannte wohl auch, dass sie zu weit gegangen war. Sie lächelte mich an, strich mir übers Gesicht und lehnte sich dann über die Wanne, um mir einen intensiven Kuss zu geben. Dabei drückte sie mich nach hinten und folgte mir, sodass sie wenig später mit mir zusammen in der Wanne lag. Ich spürte unsere nackten Körper. Ihr Knie rutschte zwischen meine Beine und stieß sanft immer wieder gegen mein Geschlecht, massierte es. Es war wie einer dieser Küsse nach einem erbitterten Streit. Voller Passion und Hingabe mit dem Willen, alles wieder gut zu machen. Ein Kuss, der um Verzeihung bat und seine ganze Liebe ausdrückte. Zumindest hätte ich diesen Kuss so interpretiert. Aber ich war mir nicht sicher, ob sie ihn auch so gemeint hatte. Ich war mir nicht mehr sicher, wer oder was sie war. Doch es gelang ihr in diesem Moment, meine Sorgen zu zerstreuen. Ihre Hände waren überall an meinem Körper, kneteten, streichelten, massierten. Wir lagen umarmt in meiner Wanne, umschlossen in einem ewigen Kuss. Vierunddreißig Der Wind blies einen Staubschleier über die Ebene. Die dünne Gaze meines Kleides zerrte an mir. Es war eine Staubwolke, die mich aufmerksam machte. Der Wind trug auch sie wie einen Fetzen Stoff davon und löste sie auf, doch in ihrem Kern konnte ich bald einen Reiter erkennen, der mit irrsinniger Geschwindigkeit auf mich zukam. Das Dröhnen der Hufe erfasste den Boden und die Schwingungen breiteten sich aus, erreichten mich ...