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Ich Wünschte...
Datum: 03.01.2020, Kategorien: BDSM
... mörderisch. So stellte ich ihn mir vor. Ich lief ein paar Schritte in eine Richtung, erkannte dann aber, wie sinnlos das war. Als ich mich umdrehte, konnte ich sehen, wie die Brise meine schwachen Fußabdrücke auf dem harten vertrockneten Boden verwischte. Wie von einem unsichtbaren Besen weggefegt. Der Schrei des Greifs wurde lauter, und ich erkannte Hohn in dem Krächzen. Ich lief noch ein paar Schritte, dann fiel ich auf die Knie. Kauerte mich nieder. Verbarg meinen Kopf in den Händen und weinte zitternd. Nach einiger Zeit merkte ich, dass die Schreie verschwunden waren. Ich sah auf. Da stand sie. Still, irgendwie feierlich. Asketisch. In ihren schwarzen Jeans und dem ausgewaschenen Shirt. Ihre schwarzen Haare wehten ein wenig in der Brise, gütig lächelte sie und bedeutete mir mit dem Hauch einer Handbewegung, aufzustehen und zu ihr zu kommen. Sie war wunderschön. Engelsgleich. Ich stand unsicher auf und stolperte auf sie zu. Doch als ich kurz vor ihr stand, da änderte sich ihr Ausdruck. Ihre Miene verfinsterte sich, in ihr war Erstaunen. Ich spürte ihre Augen auf mir und sah an mir hinunter. Ich war vollkommen nackt. Erschrocken und voller Scham warf ich mir vor ihr auf die Knie und verbarg meinen Körper vor ihren Blicken. Doch sie stand nur dort mit ausdruckslosem Gesicht und sah auf mich herab. Ich flehte sie an, mir zu helfen. Und ihre Stimme erklang plötzlich in meinem Kopf, aber ihre Lippen bewegten sich nicht: „Wenn du ...
... mich ansiehst und keuch sein kannst, nehme ich dich auf!" Ich nickte schluchzend und hob meinen Kopf. Doch als ich ihr in die Augen sah, da schoss ein solcher Strahl der Wärme in mich, dass mein Schoß entflammte. Ich versuchte das Gefühl zu unterdrücken, aber es gelang nicht. Dieser Strahl schlug geradewegs in mich, wie ein Stromschlag, wärmte mich, bewegte etwas in mir und veränderte sie in meiner Wahrnehmung. Ihre Haut leuchtete, hell und weiß, ihre Augen strahlten in kräftigem Grün. Die Luft um sie schien illuminiert. Das Schwarz ihrer Haare wurde dadurch in ein Unwirkliches Blau getaucht. Sie war wunderschön. Und ich begehrte sie. Mein Begehren, meine Lust, mein Verlangen! Ich wollte es unterdrücken, um von ihr erlöst zu werden. Aber im gleichen Moment kam ich mir als Verräterin vor, dass ich meine Gefühle für sie verleugnete. Und sie sah alles, was in mir vorging. Schaute auf meinen Schoß und sah, wie wenig ich in der Lage war, ihre Bedingungen zu erfüllen. Ich konnte nicht ruhig bleiben, ich konnte diese Wärme und die Wellen, die durch meinen Unterleib wogten, nicht unterdrücken. Es war mir unmöglich, es gelang mir einfach nicht, und so gab ich mich dem Verlangen hin, hörte auf meinen Schoß, wandte mich meinen Gefühlen zu und ergab mich ihnen. Es war ein kurzer Kampf gewesen. Ich hatte ihn verloren. Ich gab es offen und ehrlich zu. Und dann begann sie, sich von mir zu entfernen. Ohne sich zu bewegen. Sie schien einfach in der Ferne zu ...