1. Eigentlich wollte ich nur Zigarette


    Datum: 22.08.2019, Kategorien: Erotische Verbindungen

    ... wäre ich nicht in diesem Geschäft gelandet.
    
    Die Preise wären mir zu hoch und das Angebot zu extravagant gewesen. Aber heute hätte ich mich hier verausgaben können. Charlotte hatte mir einen Kick gegeben. Auch Männer müssen nicht immer die grauen Mäuse mit Jackett und frisch gebügelten Hemden sein. Was würde aus meinem bescheidenen Dasein noch werden, wenn ich längere Zeit mit ihr zusammen bin?
    
    'Fang nicht wieder an, zu grübeln.' Ich gab mir selbst eine Kopfnuss. Zurück bei den beiden, die immer noch vertieft über Trends in der Mode diskutierten, nippte ich wieder an meinem Glas.
    
    "Hast du auch in der Branche zu tun?", fragte mich Elsa.
    
    "Nein, davon verstehe ich nichts. Ich verkaufe Computer Anwendungen und besorge den Leuten die richtigen Geräte dazu. Das ist ein ganz anderer Bereich."
    
    Jetzt kam wieder die Ehrfurcht, die viele Leute vor dem Computer haben.
    
    "Oh, das ist interessant. Ich wollte mir schon lange einmal einen kaufen, weiß aber nicht, wohin ich mich wenden soll. Kann ich dich anrufen, wenn es spruchreif wird."
    
    "Sicher ich denke, ich bin über Charlotte zu erreichen." Ich verspürte keine Lust, ihr meine Adresse zu geben. Sie war mir zwar nicht unsympathisch, aber gehörte auch nicht zu den Menschen, denen ich sofort meine Anschrift in die Hand gebe.
    
    Das junge Mädchen kam vorbei und versicherte, dass alles versorgt und abgeschlossen wäre. Danach fragte sie, ob sie gehen könnte. Elsa ließ sie einen Moment lang im unklaren, entließ sie dann ...
    ... aber doch. Ich empfand diese Situation für das junge Ding als Demütigung und war froh, mein Gespür bestätigt zu sehen.
    
    Charlotte sah auf die Uhr.
    
    "Wir müssen uns auf den Weg machen."
    
    Sie sah mich an und bemerkte, dass ich mich in Elsas Gesellschaft nicht besonders wohlfühlte. Wieder draußen auf der Straße frage sie mich dann auch gleich:
    
    "Du magst sie nicht besonders?"
    
    "Wenn du Elsa meinst. Nein."
    
    Sie kicherte.
    
    "Das gefällt mir an dir, du machst keinen Hehl daraus. Ich kann sie auch nicht besonders leiden, aber sie hat schöne Kleider und ist immer Up to date. Außerdem schickt sie mir viele Kunden, die nach Lederbekleidung fragen, die sie nicht anbietet. Wir werden unseren Champagner künftig an einem anderen Ort trinken, Einverstanden?"
    
    "Ich liebe deine schnellen Entschlüsse, will aber nicht, dass du meinetwegen Freunde aufgibst. Das wäre mir unangenehm."
    
    "Das würde ich wahrscheinlich auch nicht tun. Elsa ist mehr eine Geschäftspartnerin als eine Freundin."
    
    Wir gingen zur Haltestelle der Straßenbahn.
    
    Bei Susi stand die Haustüre offen, als wir eintrafen. Vom Foyer aus konnten wir sie in der Küche sehen und gingen zu ihr. Nach der Begrüßung wandte sie sich wieder geschäftig dem Zubereiten von kleinen Platten zu.
    
    "Kann ich dir behilflich sein?", fragte ich sie.
    
    "Es wäre schön, wenn du mir helfen würdest und Charlotte den Tisch decken könnte. Ilona hat sich verspätet und ist noch nicht da."
    
    Ich krempelte meine Ärmel nach oben und stand zur ...
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